Herbstgeschichte

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Herbstgeschichte
Titel Frankreich: Conte d'Automne
Genre: Liebeskomödie
Farbe, Frankreich, 1998

Kino Deutschland: 1998-10-01
Laufzeit Kino: 110 Minuten
Kinoverleih D: Prokino

Videocover
Videocover Video Deutschland:
Kaufkassette: 1999-03-02
Laufzeit Video: 107 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Arme Magali. Da hockt sie nun auf ihren Weinfeldern in Bourg-Saint-Andeol. Eine Mittvierzigerin - der Mann ist gestorben, die Tochter ist nach Orange gezogen, und nun fängt auch der Sohn an, eigene Wege zu gehen. Und Magali ist allein, mit mehr Zeit als ihr lieb ist, so dass sie ins Nachdenken kommt und sich zu fragen beginnt, ob vielleicht nicht doch noch ein Mann kommen könnte, der sie erlöst aus ihrer Single-Misere.

Wie im Märchen müßte es sein, und ohne dass man etwas dazu täte - eine kleine Kontaktanzeige zum Beispiel, wie Isabelle vorschlägt, Magalis beste Freundin. Isabelle kennt sich aus im Leben, sie hat eine Buchhandlung in St.-Paul-Trois-Chateaux und weiß natürlich, von allein geht wenig in dieser französischen Provinz.

Szenenfoto Arme Magali, aber eines Tages wird alles noch komplizierter, da wollen die, die sie lieben, nicht mehr untätig ansehen, wie sie sich quält. Sie werden aktiv - in Vertretung von Magali - und greifen dabei zu Mitteln, die fürs erste ein rechtes seelisches Durcheinander hervorrufen. Isabelle gibt eine Anzeige auf und nimmt Kontakt mit dem Mann auf, der sich darauf meldet, und Rosine, die Freundin von Magalis Sohn, schiebt ihr den Ex-Geliebten unter.

Armer Gerald: Er ist es, auf den sich Isabelles Hoffnungen richten, aber das Spiel, das sie mit ihm treibt, ist nicht besonders fein, und sicher nicht sehr fair. Aber vielleicht muß man manche Menschen wirklich zu ihrem Glück zwingen - nur darf man dabei ihre Strapazierfähigkeit nicht überschätzen ...


SzenenfotoDarsteller: Marie Riviere (Isabelle), Beatrice Romand (Magali), Alain Libolt (Gerald), Didier Sandre (Etienne), Alexia Portal (Rosine), Stephane Darmon (Leo), Aurelia Alcais (Emilia), Matthieu Davette (Gregoire), Yves Alcais (Jean-Jacques)

Regie: Eric Rohmer

Stab: • Produzenten: Margaret Menegoz • Drehbuch: Eric Rohmer • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Diane Baratier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Mary Stephen • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Pascal Ribier • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Wein, Frauen und Gesang, damit kommt uns die letzte der vier Jahreszeiten-Geschichten von Eric Rohmer, und das ist eigentlich nicht unbedingt das, was man von diesem Regisseur erwartet. Die Jahreszeit hat ihn prächtig stimuliert, und der Herbst von Rohmer ist weniger von Melancholie als sehr viel mehr von Lebenslust und Altersweisheit geprägt.

film-dienst 20/1998: Sorgfältig inszeniert, mit einer dezenten Kamera und dem Schwerpunkt auf den pointierten Dialogen, bietet er subtile Unterhaltung, die zum Nach- und Überdenken einlädt.

Cinema 10/1998: Bedächtig erzählt Eric Rohmer vom Leben der Winzerin Magali, die per Kontaktanzeige an den Mann gebracht werden soll und dann auf mehreren Hochzeiten tanzt.

kultur Spiegel Extra 10/1998: Wem die ersten drei Geschichten des Jahreszeitenzyklus gefielen, der wird auch diesen Film mögen.


SzenenfotoBemerkungen

Seinen dritten Zyklus innerhalb von dreieinhalb Jahrzehnten hat Eric Rohmer mit seinem neuen Film "Herbstgeschichte" zum Abschluß gebracht. Der Film fungiert als Nummer drei in dem Vier-Jahreszeiten-Zyklus, zwischen der "Sommergeschichte" und dem "Wintermärchen".

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