Albert Oberholzer, respektabler Fabrikant von Gartenzwergen und Gipsrehen, feiert seinen fünfzigsten Geburtstag. Ihm zur Ehre sind seine drei Brüder mit ihren gestrengen Gattinnen angereist, so dass die gesamte Familie versammelt ist. Am gleichen Tag hält der berühmte Zirkus Obolski Einzug in das kleine Städtchen.
Zirkusdirektor Alexander Obolski ist vor zwanzig Jahren von zu Hause durchgebrannt und der fünfte der Oberholzer-Brüder. Er hat einen weiten Umweg in Kauf genommen, um seinem Bruder zu gratulieren. Doch der Empfang, den man ihm bereitet, ist kühl, denn die feinen Tanten rümpfen die Nase über Obolski, seine Frau Iduna und das ausgelassene Artistenvolk.
Nur Anna, Albert Oberholzers junge Tochter, ist von ihrem Onkel begeistert. Obwohl sie eigentlich den jungen Gärtner Robert liebt, läuft sie von zu Hause weg, um zum Zirkus zu gehen. Als Iduna wegen der Beziehung ihres Mannes zu Anna eifersüchtig wird, beschließt sie, ihn zu verlassen. Unterwegs wird ihr jedoch bewußt, dass sie den Zirkus nicht im Stich lassen kann und kehrt zurück.
Mittlerweile hat auch Anna eingesehen, dass sie in Wirklichkeit an die Seite von Robert gehört. Als der Zirkus die Stadt wieder verläßt, scheint alles wieder wie vorher - nur Onkel Gustav nicht. Er bricht aus der bürgerlichen Enge aus und schließt sich als Clown dem fahrenden Volk an ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Kurt Hoffmanns ("Das fliegende Klassenzimmer", "Drei Männer im Schnee", "Ich denke oft an Piroschka") Komödie "Feuerwerk" zeichnet auf witzige und zugleich geistreiche Weise den Kontrast zwischen Zirkuswelt und biederem Kleinstadtleben. In einer originellen Mischung werden Schlager-, Revue- und Zirkusnummern in die Handlung eingeflochten, und Lilli Palmer zeigt als Gattin des Zirkusdirektors neben ihrem schauspielerischen Talent auch eine Kostprobe ihres musikalischen Könnens und singt den seinerzeit berühmten Schlager "Oh, mein Papa". Für Karl Schönböck bedeutete "Feuerwerk" ein Jubiläum: es war sein fünfzigster Film. In der Rolle des Zirkusdirektors Obolski gibt er diesmal einige kabarettreife Einlagen. Die junge Romy Schneider bezaubert mit der von ihr gewohnten Natürlichkeit.
Lexikon des internationalen Films: Nach einem musikalischen Bühnenstück von Erik Charell, mit den zündenden Melodien Paul Burkhards, entstand ein liebenswürdig heiterer Unterhaltungsfilm.