| ||
Es ist der 10.909. Tag der " Die Truman Show". Wie an jedem Arbeitstag verabschiedet sich Truman Burbank (Jim Carrey) von seiner vermeintlichen Ehefrau Meryl (Laura Linney), grüßt gutgelaunt seine Nachbarn - "Guten Morgen - und falls wir uns nicht mehr sehen - guten Nachmittag, guten Abend und gute Nacht!" - und macht sich auf den Weg zur Arbeit inmitten des idyllischen Städtchens Seahaven. Er weiß nichts davon, dass er der Hauptdarsteller einer täglichen 24-Stunden-Live-Fernsehshow ist. Alles scheint normal, doch da landet unvermittelt ein Scheinwerfer aus dem Nichts neben Truman und zerbirst am Boden. Der schaut zweifelnd gen Himmel, wird aber schon bald von einem Radiosprecher darüber aufgeklärt, dass offensichtlich ein passierendes Flugzeug Teile direkt über Seahaven verlor. Tatsache ist, dass Truman schon seit längerem das Gefühl hat, dass etwas faul ist in seiner ach so perfekten Welt. Heimlich versucht er in seinem Büro, eine Telefonnummer auf den Fidschi-Inseln herauszubekommen. Es gelingt nicht. Au§erdem reißt er aus den Modemagazinen, die er vorgibt, für seine Frau zu kaufen, Bilder mit den Gesichtern schöner Frauen heraus und versteckt sie in seiner Tasche. Mehr Zeit zum Grübeln bleibt nicht, denn sein Vorgesetzter bei der Versicherung hat einen Auftrag für Truman, der ihn mit der Fähre ins benachbarte Wells Park führen würde. Doch Truman bringt es nicht fertig, das Boot zu betreten. Schon auf dem Bootssteg wird ihm schwindelig, und er muß umkehren. Überdeutlich erinnert er sich an das traumatische Erlebnis in seiner Kindheit, als sein Vater in einem Gewittersturm auf offener See über Bord ging und ertrank: Seither hat Truman Angst vor offenem Wasser. Abends gesteht Truman seinem besten Freund Marlon (Noah Emmerich), dass er weg will. Alleine geht er an den verlassenen Strand und muß erleben, wie ein Regenschauer zunächst wie eine Dusche nur auf ihn herabprasselt, bevor es zu schütten beginnt. Die Kette der merkwürdigen Geschehnisse will nicht abreißen: Am nächsten Morgen sieht Truman auf dem Weg zur Arbeit einen abgerissen wirkender Mann, der seinem tot geglaubten Vater zum Verwechseln ähnelt. Bevor er ihn ansprechen kann, wird der Mann von zwei Passanten weggerissen und in einen Bus gedrängt, der abfährt, ohne dass Truman ihn erreichen kann. Seine Mutter (Holland Taylor) beschwichtigt ihn, das sei das schlechte Gewissen, er habe sich alles nur eingebildet - aber Truman hört ihr nur halbherzig zu. In einem stillen Moment zieht sich Truman unbeobachtet in den Keller zurück und öffnet eine Kiste mit Andenken an sein bisheriges Leben. Er hält eine Wolljacke in Händen und erinnert sich zurück an seine Highschool-Zeit: Bei einer Parade sah er ein bildhübsches Mädchen (Natascha McElhone), das seine Blicke erwiderte. Bei der anschließenden Party hatte er nur Augen für das Mädchen, doch beim Tanz mit ihr wurde er von Meryl weggeschoben, die sich Truman mit sichtlichem Interesse aufdrängte. Am nächsten Tag traf er die Unbekannte wieder und überredete sie, mit ihm an den Strand zu gehen. Ihr Name war Lauren, und dann sagte sie zu Truman, dass er aufpassen solle, denn alles um ihn herum wäre eine Fälschung und nicht echt und ihr tatsächlicher Name wäre Sylvia. Zum Nachfragen blieb keine Zeit, denn wie von Zauberhand tauchte plötzlich jemand auf, der behauptete, ihr Vater zu sein und der sie mit den Worten in sein Auto drängte, die Familie müsse sofort auf die Fidschi-Inseln umziehen. Gefangen von der Erinnerung an Lauren / Sylvia nimmt Truman die aus den Frauenzeitungen herausgerissenen Gesichter und versucht ihre Einzelteile in eine geheime Collage einzupassen, deren Ergebnis dem Gesicht von Lauren / Sylvia verblüffend ähnelt. Am nächsten Tag beginnt das Autoradio zu spinnen, und Truman hört eine Stimme, die seltsame Anweisungen gibt, als würde jemand in einer konzertierten Aktion überwacht. Truman wird vom Mut der Verzweiflung gepackt und geht in ein benachbartes Gebäude, anstatt wie üblich zur Arbeit. Dort sieht er, da§ sich hinter einer der Fahrstuhltüren kein Aufzug befindet, sondern ein Raum, in dem Menschen sitzen und essen. Mit Nachdruck äußert Truman, dass er Seahaven verlassen will - und auch die Ankündigung Meryls, sie wolle Kinder haben, kann ihn nicht hindern. Doch Seahaven scheint wie vernagelt: Alle Flugreisen - nach Fidschi oder wohin auch immer - sind auf Wochen ausgebucht. Ein Bus gibt noch vor dem Start den Geist auf. Kurzerhand schnappt sich Truman Meryl und steigt ins Auto. Auch etliche Verkehrsstaus und die lange Brücke über das Wasser können ihn auf dem Weg aus Seahaven nicht aufhalten. Die Angst verleiht Truman Flügel, doch der Fluchtversuch wird jäh von einer Straßensperre gebremst: Das Atomkraftwerk vor den Toren der Stadt hat einen Unfall. Seltsamerweise redet ein wildfremder Feuerwehrmann Truman mit seinem Namen an, und als er zu Fuß fliehen will, wird er von mehreren Männern mit Schutzanzügen eingefangen und wieder nach Hause gebracht. Marlon beschwichtigt Truman mit freundschaftlichen Worten - und präsentiert seinem besten Freund den totgeglaubten Vater, den Truman vor Tagen auf den Straßen von Seahaven wiedererkannt hat ... In einer Kommandozentrale, ausgestattet mit zahllosen Monitoren, verfolgt Christof (Ed Harris) den herzergreifenden Moment - und inszeniert nach allen Regeln der Kunst, mit raffinierten Schnitten und live eingespielter Musik. Er ist der Schöpfer und Regisseur von " Die Truman Show", einer von 5.000 Kameras festgehaltenen Fernsehsendung, die seit nunmehr fast 30 Jahren - seit der Geburt von Truman - ohne Unterbrechung in 120 Länder live übertragen und von bis zu 1,7 Milliarden Menschen gesehen wird. Trumans Seahaven ist tatsächlich das größte Fernsehset, das jemals gebaut wurde; alle Mitwirkenden sind gut bezahlte Schauspieler; alles ist inszeniert, nur Truman, der von alldem nichts weiß, aber immer mehr ahnt, ist echt.
Während er gegen das Gefängnis, das sein Leben ist, anrennt, werden hinter den Kulissen große Kämpfe um Truman ausgefochten. Christof ist nicht bereit, sein Lebenswerk aufzugeben, doch eine Gruppe von Fans fordert, angeführt von Lauren / Sylvia, Trumans Freiheit. Er sei nicht gefangen, er könne gehen, wann er wollte, argumentiert Christof. Als er einige Tage später wieder ins Studio kommt, ist Truman verschwunden - ohne von einer der Kameras aufgezeichnet worden zu sein. Sollte die Flucht aus Seahaven diesmal tatsächlich gelingen?
|