Klaus A. Bachmann über die Deutschlandpremiere von Les Miserables

Szenenbild Der Film fing etwas später an, weil noch nicht alle Gäste anwesend waren. Der Grund war der plötzliche Schnee-Einbruch. Nina Ruge hat nicht zuviel versprochen, als sie den Film angekündigt hat. Die Geschichte von Jean Valjean war sehr beeindruckend und spannend bis zum Schluß.

Der Applaus war nicht so stark wie bei anderen Filmen. Dies lag einfach daran, weil man immer noch so viele Eindrücke verarbeiten mußte, die man während des Films gewonnen hatte. Die schauspielerische Leistung der Akteure hat einen vergessen lassen, dass man nur einen Film sieht. Es war darum nicht verwunderlich, dass es sehr ruhig war, während der Abspann des Filmes lief.

Anschließend wurde der Regisseur Bille August von Frau Ruge zu dem Film befragt und auch die Künstler kamen zu Wort, die normalerweise im Musical auftreten. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass der Film eine gute Werbung für das Musical ist. Dem kann ich nur zustimmen.

Im Vorraum des Colosseums war dann die Party. Normalerweise wird im Colosseum das Musical Josef aufgeführt. An diesem Abend stand das Colosseum ganz im Zeichen von Les Miserables.

Während der Film sehr beeindruckt hat, setzten die Veranstalter noch einen drauf und präsentierten die schönsten Musikstücke aus dem Musical, vorgetragen von den Künstlern, die auch normalerweise auch in Duisburg auftreten. Dies ist sicherlich noch mehr ein Grund neben dem Film sich auch das Musical anzusehen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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