Was-wäre-wenn-Grübeleien sind nicht nur ein beliebtes
Freizeitvergnügen für schlechtgelaunte Zeitgenossen. Auch
im Kino ist dieses Spielchen derzeit angesagt. Nachdem "Lola rennt"
uns gleich mit drei verschiedenen Varianten einer atemlosen
Geschichte rund um eine Menge Geld unterhalten hat, ist Regisseur
Peter Howitt nun zwar etwas bescheidener.
Seine romantische Liebeskomödie "Sie liebt ihn - Sie liebt ihn nicht" beschränkt sich auf nur zwei Varianten, aber diese laufen dann im Unterschied zu Tom Tykwers Film nicht hintereinander ab, sondern zwischen ihnen wird gleichsam hin- und hergeschaltet. Dabei geht's um eine recht simple Beziehungskrise. Werbefachfrau Helen (Gwyneth Paltrow) verliert eines Tages plötzlich ihren Job. Frustriert macht sie sich auf den Heimweg und bekommt in Variante Nummer eins gerade noch die U-Bahn. Als sie zu Hause ankommt, überrascht sie ihren Freund Gerry: (John Lynch), der just mit seiner heimlichen Geliebten munter im Bett liegt. Wütend rennt sie aus dem Haus, und lernt dann im Verlauf der Geschichte den netten James (John Hannah) kennen und schließlich lieben. In Variante Nummer zwei dagegen verpaßt Helen die U-Bahn. Als sie daheim ankommt, ist die Geliebte längst verschwunden. Doch irgend etwas macht Helen mißtrauisch ... Das mag kompliziert klingen, aber die parallelen Zeithäppchen sind so geschickt montiert, dass jeder beim Zuschauen sofort weiß, in welcher Geschichte er sich gerade befindet. Und für die, die sich dadurch dennoch mental überfordert fühlen, trägt Helen A zudem eine andere Frisur als ihr "Zwillingsschwester" B. Sehenswert ist aber vor allem
Gwyneth Paltrow. Sie treibt ihr Doppelspielchen so charmant-naiv
und so süß-verzweifelt, dass ihre beiden männlichen
Filmpartner dagegen schrecklich blaß wirken. Und man sich am
Schluß tatsächlich fragt, was wäre wohl gewesen,
wenn Regisseur und Drehbuchautor Peter Howitt sich mit ihren Rollen
etwas mehr Mühe gegeben hätte. - Nun, dann wäre es
vielleicht ein richtig guter und nicht nur ein richtig netter Film
geworden.
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Was-wäre-wenn-Grübeleien sind nicht nur ein beliebtes
Freizeitvergnügen für schlechtgelaunte Zeitgenossen. Auch
im Kino ist dieses Spielchen derzeit angesagt. Nachdem "Lola rennt"
uns gleich mit drei verschiedenen Varianten einer atemlosen
Geschichte rund um eine Menge Geld unterhalten hat, ist Regisseur
Peter Howitt nun zwar etwas bescheidener.