Hannover, 1986: In einer Zeit zunehmender
Verunsicherung - Terrorismus, Wackersdorf, Demonstrationen - sucht
der engagierte 19jährige Karl Koch nach einer Ordnung in der
Welt, die sich im Chaos befindet. Die Zahl 23 spielt dabei eine
entscheidende Rolle.
Fasziniert von den Möglichkeiten des Computers lernen er und sein Freund David schnell, in internationalen Datenbanken zu surfen und Geheimcodes zu knacken. Diese Begabung treibt sie schließlich in die Arme von Lupo, einem kleinen Hacker mit Hang zum großen Stil, und Pepe, einem Dealer und KGB-Boten.
Seine Obsession einer
Verschwörungstheorie und der Existenz weltweit vernetzter
Mächte wird immer stärker und für Karl zu einer
zweiten Realität. Er verliert die Kontrolle über sein
Leben und seine Beziehungen ... Darsteller: August Diehl (Karl Koch),
Fabian Busch (David), Dieter Landuris (Pepe), Jan Gregor Kemp
(Lupo), Stephan Kampwirth (Maiwald), Zbigniew Zamachowski (Sergej),
Peter Fitz (Brückner), Burghart Klaussner (Weber), Lilly
Tschörtner (Beate), Patrick Joswig (Alex), Hanns Zischler
(Karls Vater), Robert Anton Wilson
Regie: Hans-Christian Schmid Stab: • Produzenten: Jakob Claussen, Thomas
Wöbke für Claussen+Wöbke Filmproduktion •
Drehbuch: Hans-Christian Schmid, Michael Gutmann • Vorlage: Tatsachenbericht "23 - Die
Geschichte des Hackers Karl Koch" von Hans-Christian Schmid und
Michael Gutmann • Filmmusik: Norbert Jürgen Schneider
• Kamera: Klaus Eichhammer • Spezialeffekte: - •
Ausstattung: Ingrid Henn • Schnitt: Hansjörg
Weißbrich • Kostüme: Peri de Braganca • Make
Up: Stephanie Hilke • Ton: William Franck •
Toneffektschnitt: - • Stunts: - • Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Eine Zeitungsnotiz wurde für Hans-Christian Schmid (Nach fünf im Urwald) zum Ausgangspunkt eines wahren mystischen Thrillers, authentisch im Detail, hypnotisch in seiner Wirkung: Abseits aller Spekulationen schickt er den Zuschauer auf eine Zeitreise von beklemmender Anziehungskraft.
TV Movie 02/1999: Um der Geschichte mehr Authentizität zu verleihen, verwendete Schmid dokumentarische Bilder über Ereignisse der 80er. Aber durch dieses Stilmittel wirkt Karls Geschichte oft zerhackt. So gut August Diehl auch Karl spielt, so sehr enttäuscht die Inszenierung. Nach der liebevollen Frische von "Nach fünf im Urwald" eine Enttäuschung.
TV Spielfilm 02/1999: Die Illuminaten sind unter uns! Fesselndes Netzwerk aus Fakten, Fiktion und faszinierenden Ideen. Cinema 01/1999: Authentisch und spannend.
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Hannover, 1986: In einer Zeit zunehmender
Verunsicherung - Terrorismus, Wackersdorf, Demonstrationen - sucht
der engagierte 19jährige Karl Koch nach einer Ordnung in der
Welt, die sich im Chaos befindet. Die Zahl 23 spielt dabei eine
entscheidende Rolle.
Am
Bildschirm verschwimmen zunehmend die Grenzen: Der Tag wird zur
Nacht und die Nacht zum Tag, verlängert durch Pillen und Koks.
Doch je näher Karl dem Ziel seiner Suche zu kommen scheint,
desto schwieriger wird auch die Rückkehr in die
Normalität.
Darsteller: August Diehl (Karl Koch),
Fabian Busch (David), Dieter Landuris (Pepe), Jan Gregor Kemp
(Lupo), Stephan Kampwirth (Maiwald), Zbigniew Zamachowski (Sergej),
Peter Fitz (Brückner), Burghart Klaussner (Weber), Lilly
Tschörtner (Beate), Patrick Joswig (Alex), Hanns Zischler
(Karls Vater), Robert Anton Wilson
Filmkritiken
film-dienst 01/1999: Ein
thematisch wie formal außergewöhnlich komplexer, im
Godardschen Sinne auch politischer Film, der zugleich von der
Verarmung im zwischenmenschlichen Bereich handelt. Ausgehend von
einer tatsächlichen Begebenheit, entstand ein Werk, in dem
sich unerwartete Potenzen jenseits einer sich ansonsten in
Belanglosigkeiten auflösenden, nationalen Kinematografie
formulieren.
Kultur Spiegel 01/1999: Der
Regisseur Hans-Christian Schmid ("Nach fünf im Urwald") hat
seine Jungschauspieler exzellent geführt und verbindet
Geschichtsschreibung mit Pop-Kultur.