Nach fünf Jahren Jaft für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, kehrt Billy Brown in seine Heimatstadt Buffalo, NY, zurück. Als Alibi für die Abwesenheit des ungeliebten Sohnes hat Billy sich für seine Eltern eine haarsträubende Geschichte ausgedacht, zu deren Glaubwürdigkeit nur noch eine wichtige Figur fehlt - die Ehefrau.
Auf der Suche nach einer Toilette trifft der von seiner Blase gepeinigte Billy auf die Ballettschülerin Layla, kidnappt sie kurzerhand und zwingt sie, zusammen mit ihm zu den Eltern zu fahren. Sie soll Wendy, die liebende Gattin, spielen und seine Geschichte plausibel erzählen.
Als Layla nicht nur an ihrer Rolle Gefallen findet, sondern Billy ihre Zuneigung offen zeigt, befindet sich Billy in einem Dilemma: Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Angst vor Nähe und dem Bedürfnis, geliebt zu werden. Dazu kommt auch noch, dass er sich eine Waffe beschafft hat, um sich an einem Spieler der Buffalo Bills zu rächen, der Schuld an seinem Unglück hat.
Unmöglich kann er sich an diesem entscheidenden Punkt seines Lebens auf Layla einlassen. Sie steht im Weg, Billy muß jetzt gehen ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Die Lovestory zwischen Gallo und Ricci offenbart einen bizarren Charme - mit vielen Gaststars. Und Mickey Rourke kehrt doch langsam in die Normalität der Schauspielerei zurück.
Der Spiegel 49/1998: Vom totalen Geliebtwerdenwollen, diesem ersten und letzten unerfüllbaren Wunsch, und nichts sonst handelt "Buffallo '66", deshalb gönnt sich, im Kino wenigstens, der Kamikaze-Knappkopf Billy Brown einen Augenblick der Erlösung an Laylas milchweißer, molliger Brust: Für das Risiko des Versuchs, seinen Marotten, Manien und Obsessionen eine plausible Figur und Fiktion abzugewinnen, ist Vincent Gallo mit einem Kunststück belohnt worden, das allen Wahnsinn wert ist.
Süddeutsche Zeitung: Der Trip des seltsamen Paares scheint im Nichts zu enden. Doch die beinahe grotesk wirkende Layla mit ihren großen Augen hat sich längst als bezaubernder Trash-Engel entpuppt.
film-dienst 24/1998: In Rückblende, die sich stilistisch kunstvoll in die Handlung der Jetztzeit einfügt, vervollständigen die Bilder aus der Jugend die Trostlosigkeit der Gegenwart, die sich äußerlich in einer statischen und kargen Bildgestaltung verdeutlicht.
Filmecho: Man hat den Eindruck, einen neuen Robert de Niro zu beobachten, dem nihilistische Verzweiflung in den Adern zu fließen scheinen.
Cinema 12/1998: Von Wut gespeiste Vergangenheitsbewältigung: Vincent Gallo inszeniert sich selbst als Loser auf der Suche nach Zuneigung.
kultur Spiegel Extra 11/1998: Galliges Erstlingswerk von und mit Vincent Gallo.