Fistful Of Flies

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Fistful Of Flies
Titel Australien: Fistful Of Flies
Genre: Drama
Farbe, Australien, 1996

Kino Deutschland: 1998-10-15
Laufzeit Kino: 85 Minuten
Kinoverleih D: Arsenal Filmverleih



Szenenfoto Sie selbst nennt sich Mars, ihre Eltern sagen Maria zu ihr. Was allerdings Jungs angeht: tote Hose in einem fliegenverseuchten Kaff am Ende der Welt.

Drei Generationen von italo-australischen Frauen kämpfen um ihre Identität im verschlafenen Cider Gully im Hinterland Australiens: die 16-jährige Mars, ihre Mutter Grace, eine Hausfrau, die ihre Panik, im heimischen Mief zu ersticken, mit einem Putzfimmel abreagiert, und die Großmutter Nonna, eine weise alte Dame, die aber keiner ernst nimmt.

Papa Joes ganze Aufmerksamkeit gilt seiner exorbitanten Gartenzwerg-Sammlung, ansonsten herrscht er wie ein Despot und hält Familie Lupi mit strenger Hand an der Kandarre.

Szenenfoto Bis zur nächsten Ortschaft ist es ein ganzes Stück, vor allem, wenn Rollschuhe die einzige Möglichkeit sind, vom Fleck zu kommen. Deshalb sitzt Mars die meiste Zeit auf ihrem Zimmer und liest heimlich Mädchenmagazine, um rauszubekommen, ob ihre Brüste groß genug sind und ob Masturbieren das Rückenmark schädigt.

Der Generationenkonflikt spitzt sich zu. Es kommt zum Riesenkrach, als der schizophrene Vater mutmaßt, seine Tochter hätte ihr Unschuld verloren. Erst bei einer Frauen-Beratungsstelle in der nächsten größeren Stadt erfährt Mars von ihren Rechten und nimmt das Ruder in die Hand ...

Die Ereignisse überstürzen sich, als Mars ein pikantes kleines Geheimnis ihres Vaters entdeckt. Die Frauen verbünden sich und sinnen auf Rache. Und dann müssen nicht nur ein paar Gartenzwerge daran glauben! Es kommt zu einem Feldzug gegen das Patriarchat, wie ihn Cider Gully noch nicht gesehen hat ...


SzenenfotoDarsteller: Tasma Walton (Mars), Dina Panozzo (Grace), John Lucantonio (Joe), Anna Volska (Nonna), Maria Venuti (Magda), Rachael Maza (Dr. Powers), Giordano Michalak (Ercole)

Regie: Monica Pellizzari

Stab: • Produzenten: Julia Overton • Drehbuch: Monica Pellizzari • Vorlage: - • Filmmusik: Felicity Fox • Kamera: Jane Castle • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Lissa Coote • Schnitt: James Manche • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Fistful Of Flies" ist ein Film darüber, was passiert, wenn ein Mädchen sein Leben selbst in die Hand nimmt. Moralapostel behaupten, dass das nur zu einer Hand voll "Nichts" führt, aber "nichts" - so lernen wir am Ende von Mars - ist nicht genug.

Der Spiegel 41/1998: Wie die erwachende Sexualität der 16-jährigen ihre verklemmte, katholische Kleinfamilie im australischen Busch aufmischt, schildert der erfreulich lästerliche Erstlingsfilm der Italo-Australierin Monica Pellizzari in einer eigenwilligen Stilmischung aus Satire, surrealistischen Traumbildern und knalligem Pubertätsdrama. Zum Ave-Maria wird am Ende aber alles gut: "Fistful Of Flies" ist ein Mädchen-Märchen mit mehr chupze und Charme, als die Spice Girls sie je haben werden.

Szenenfotofilm-dienst 20/1998: Treffsicher und mit gelegentlich felliniesker Deftigkeit wird der Kleinstadtmief angeprangert, wobei der bemühten Originalität der Inszenierung auf Dauer etwas Zwanghaftes anhaftet.

Cinema 10/1998: Maria ist 16 und lebt auf der anderen Seite des Erdballs, in Australien - und hat die gleichen Probleme mit dem Erwachsenwerden wie die Teens in Europa.


SzenenfotoBemerkungen


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