Die "Newton Boys" gelten als die erfolgreichsten Bankräuber der USA. Von 1919 bis 1924 plünderten sie mehr als 80 Banken zwischen Texas und Kanada. Die Krönung ihrer Karriere war der größte Eisenbahn-Raub der USA, der Überfall auf einen drei Millionen Dollar schweren Postzug außerhalb Chicagos. Sie selber betrachteten sich immer nur als Businessmen, als "kleine Diebe, die es von großen Dieben nehmen".
Aufgewachsen als arme Cowboys und Baumwollfarmer transportierten sie den Pioniergeist und die Moral des Wilden Westens in die Roaring Twenties. Getreu ihren Vorsätzen töteten sie niemals einen Menschen, trotz des gewaltigen Chaos, das ihre Raubzüge verursachten. In ihrer Karriere raubten sie mehr Geld als Jesse James, Butch, Sundance, Bonnie und Clyde und die Dalton-Brüder zusammen.
Filmkritiken
Filmkritik von Peter Halm
Frankfurter Rundschau 26.11.1998: In "The Newton Boys" fängt Linklater zum ersten Mal nicht Situationen und Erzählfragmente ein, sondern folgt den Karriereetappen der Protagonisten chronologisch über einen längeren Zeitraum hinweg. Dabei zeigt sich, dass ihm der lange Atem für die Entwicklung einer klassischen Geschichte noch fehlt. Die Schauspieler und elegante Dialoge helfen zwar über vieles hinweg, doch mehr als ein an den Ecken und rund geschliffenes Ausstattungsstück sollte man nicht erwarten.
film-dienst 24/1998: In einer detailgenauen naturalistischen Rekapitulation des Zeitstils macht der Film mit einer weniger spektakulären Seite von Gangstertum und amerikanischem Traum bekannt, allerdings um den Preis von Spannung und dramaturgischer Zuspitzung. So bleibt der Film ebenso ehrbar wie langweilig.
TV Spielfilm 24/1998: Wer cool ist, darf auch Banken ausrauben! Relaxter Spätwestern mit "Generation X"-Appeal!
Cinema 12/1998: Die Gentlemen bitten zur Kasse: Ethan Hawke und Matthew McConaughey als berühmteste Bankräuber-Brüder der USA.
Die Woche 27.11.1998: Gähnend langweiliger Gangsterfilm.
Cinema 11/1998: Öde ist das Räuberleben.