Smoke Signals

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Smoke Signals
Titel USA: Smoke Signals
Genre: Road-Movie
Farbe, USA, 1998

Kino Deutschland: 1998-12-03
Laufzeit Kino: 89 Minuten
Kinoverleih D: Arthaus

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1999-07-15
Kaufkassette: 1999-07-15
Laufzeit Video: 89 Minuten
Anbieter: Kinowelt


Szenenfoto Victor Joseph und Thomas Builds-The-Fire sind zwei junge Coeur-d'Alene-Indianer aus Idaho. Als Victors Vater, der vor langer Zeit die Familie verlassen hat, stirbt, machen sich die beiden Freunde auf den Weg nach Arizona, um die Asche des Vaters zu holen.

Ihr Trip konfrontiert sie mit ihrer Identität zwischen zwei Kulturen, mit ihrem Schicksal zwischen Vorurteilen und Traditionen, und führt sie schließlich zu sich selbst ...


SzenenfotoDarsteller: Adam Beach (Victor Joseph), Evan Adams (Thomas Build-The-Fire), Irene Bedard (Suzy Song), Gary Farmer (Arnold Joseph), Tantoo Cardinal (Arlene Joseph), Cody Lightning (Victor als Kind), Simon Baker (Thomas als Kind), Monica Mojica (Großmutter von Thomas), John Trudell (Randy Perone), Leonard George (Lester Fallsapart)

Regie: Chris Eyre

Stab: • Produzenten: Scott Rosenfelt, Larry Estes für ShadowCatcher Entertainment • Drehbuch: Sherman Alexie • Vorlage: Stories aus dem Buch "The Lone Ranger And Tonto Fistfight In Heaven" von Sherman Alexie • Filmmusik: BC Smith • Kamera: Brian Capener • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Charles Armstrong • Schnitt: Brian Berdan • Kostüme: Ron Leamon • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: Ron Otis (Koordination) •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Das in Sundance euphorisch bejubelte Regiedebüt von Arapaho-Cheyenne-Indianer Chris Eyre ist ein Glücksfall des aktuellen US-Kinos: Ein stimmungsvolles Road-Movie, das zärtlich und lakonisch Poesie mit Politik verknüpft und mit selbstironischem Witz mit dem Kinoklischee Tomahawk schwingender Rothäute abrechnet.

film-dienst 24/1998: Klassisches Road Movie, das von einer authentischen Atmosphäre getragen wird und unaufdringlich die Frage thematisiert, ob Schuld vergeben werden kann. Wie entspannt die Filmemacher dabei mit ihrer Herkunft umgehen, spricht von großer Souveränität und macht Hoffnung auf mögliche Potenzen eines indianischen Kinos.

SzenenfotoDie Woche 04.11.1998: "Smoke Signals" von Chris Eyre ist ein Film, der zum ersten Mal indianische Schauspieler unter indianischer Regie versammelt, und er deckt mit den Zweifeln seiner Helden, die tragikomisch um ihre Authentizität ringen, das Trauma der Zwangsamerikanisierten auf. Der Spott, mit dem der kriegerische Victor dem romantischen Thomas begegnet, verrät in Eyres feinfühligem Film den Einsamen, der mit dem Vater den Glauben an die Menschheit verloren hat. Erst die Aufgabe, Arnolds Asche aus Arizona abzuholen, zwingt die ungleichen Protagonisten, ein Stamm für sich zu werden. Ihr Ausflug wird zur Persiflage der "typisch" indianischen Initationsreise: grotesk und großartig.

Der Spiegel 49/1998: Das Roadmovie, gedreht von Chris Eyre und geschrieben vom Starautor Sherman Alexie, nimmt seine dramatischen Kurven mit etwas ungelenktem Karacho, aber auch viel Spielwitz. Am Ende fahren Victor und Thomas jedenfalls mit Volldampf vorwärts.

SzenenfotoCinema 12/1998: Ein Road-Movie von US-Indianern, das weder Rechnungen begleicht noch Botschaften hat. Klingt so harmlos und nitt, wie es ist.

TV Today 25/1998: Mischung aus Ethno-Romantik und schickem Mystizismus, die unterhält, aber kaum nachwirkt.

kultur Spiegel 12/1998: Die Story ist konventionell und politisch korrekt.

TV Movie 25/1998: Ironischer Umgang mit Indianer-Klischees.

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