Er ist erst 18 Jahre alt und arbeitet in einer Imbißbude in Baltimore. Und er schießt nebenbei - ziemlich wackelige - Bilder von seinen bizarren Familienangehörigen ... und was ihm sonst noch über den Weg läuft.
Der Alltag des Hobby-Fotografen "Pecker" ist genauso unscharf und einfach wie seine Werke. Aber weil man in New York faßt jede neue Kunstform bejubelt, erhält auch Pecker seine Chance. Schon bald avancieren die Bilder seiner durchgeknallten Familie zum Kult-Objekt in der Szene.
Dummerweise geht Peckers Erfolg in Baltimore nach hinten los - die Presse bringt die peinlichsten Geschichten zutage, und die Betroffenen finden das nicht so witzig wie die New Yorker Künstlerszene. Für Pecker wird der Erfolg echt "too much" ...
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Dirk Jasper FilmLexikon: John Waters gelingt eine äußerst kurzweilige, amüsante, verrückt-geniale Geschichte in seiner Lieblingsstadt Baltimore. Lassen Sie sich wieder einmal in das Universum von John Waters entführen und sehen Sie die Welt mit den Augen von Pecker - einem echten Künstler!
kultur Spiegel 12/1998: Waters schwelgt auch diesmal in Skurrilitäten und vergöttert den schlechten Geschmack. Sein legendäres Frühwerk "Pink Flamingos" feierte kürzlich 25jähriges Jubiläum. Der direkte Vergleich macht deutlich: Auch Skandalfilmer werden alt.
film-dienst 25/1998: Eine mitunter schrille Komödie, die erhellende Seitenhiebe auf die New Yorker Kunstschickeria austeilt und die vom herzerfrischend naiven Spiel des talentierten Hauptdarstellers lebt.
TV Spielfilm 25/1998: Schräge, ungewöhnliche Figuren in einer allzu banalen Story vom Aufstieg und Fall eines Jungen.
Cinema 12/1998: Früher setzte Trashfilmer John Waters auf Provokation. Provokant an seiner neuen Szene-Satire ist nur ihr Mangel an bösem Witz.
TV Today 25/1998: Als Satire zu harmlos, als Komödie nicht komisch genug.
TV Movie 25/1998: Wird John Waters im Alter etwa milde?