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"Praktische Magie" nennen die beiden Schwestern Sally (Sandra Bullock) und Gillian (Nicole Kidman) das was andere schlicht als Hexerei bezeichnen. Und tatsächlich gibt es irgendwo in ihrem Stammbaum eine Frau, die sich durch Hexerei vom Galgen befreien konnte. Leider war diese Frau auch überaus verbittert über den Kerl, der ihr an Kind angedreht hat und sie hat sitzen lassen. Seitdem lastet ein Fluch auf der Familie Owens. Jeder Mann der sich in eine Owens Frau verliebt, muß eines vorzeitigen Todes sterben. Da auch die Mutter verstirbt, wachsen die beiden Schwestern im Haushalt ihrer Tanten (Dianne Wiest, Stockard Channing) auf. Ein Paradies für Kinder, denn Regeln gibt es keine und sie lernen jede Menge Zaubersprüche. Während Sally sich nichts sehnlicher wünscht als ein "normales" Leben zu führen, kostet Gillian ihre Anziehungskraft auf Männer aus. Bei Sally helfen die beiden Tanten ein wenig nach und so verliebt sich Sally in Michael. Nach der Geburt der beiden Töchter fällt aber auch Michael dem Fluch zum Opfer. So zieht Sally mit ihren Töchtern wieder in das Haus der Tanten. Derweil ist Gillian an den Falschen geraten. Der Cowboy Jimmy Angelo (Goran Visnjic) ist ein brutaler Kerl. Gillian ruft Sally zu Hilfe. Gerade als die beiden Schwestern aus dem Motel fliehen wollen nimmt Angelo beide gefangen. Es gelingt Sally den Cowboy mit einer Dosis Belladonna auszuschalten. Leider war die Dosis zu groß und Angelo stirbt. Mittels Zauber wollen sie ihn - trotz der eindringlichen Warnung der Tanten - ins Leben zurück holen. Das geht so vollkommen schief, wie es nur möglich. Zeitgleich taucht ein Polizist auf, der hinter Angelo her ist und sich auch für sein Verschwinden interessiert. Nun ist guter Zauber teuer ... Der Film basiert auf den Bestseller "Im Hexenhaus" von Alice Hoffman. Die Story ist nett erzählt, wenn auch das Potential der Geschichte bei weitem nicht ausgeschöpft wurde. Einiges wird nur angerissen, einige Momente verschenkt. Ein wenig kitschig und (sehr) voraussehbar ist die Geschichte auch, aber für einen vergnüglichen Kinoabend reicht es trotzdem allemal. Die Charaktere sind sympathisch und die Landschaft mit der Efeu umrankten Villa (San Juan Nationalpark) wunderschön stimmig. Dies gilt gleichfalls für das gesamte Set. Im (Hexen)Haus gibt es immer wieder was zu entdecken. Neben Sandra Bullock und Nicole Kidmann haben mir auch Dianne Wiest und Stockard Channing gut gefallen. Allerdings muß ich gestehen, dass ich gerade Sandra Bullock schon in besseren Rollen gesehen habe, wenngleich ein Aufwärtstrend erkennbar wird. Fazit: Durchschnittlicher Film für einen (durchschnittlichen) Kinoabend.
Wertung: 6 von 10 Halloween Kürbissen
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