Central Station

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Central Station
Titel Brasilien: Central do Brasil
Genre: Road-Movie
Farbe, Brasilien, 1998

Kino Deutschland: 1998-12-24
Laufzeit Kino: 99 Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1999-08-12
Laufzeit Video: 103 Minuten
FSK: 6
Anbieter: Buena Vista


Szenenfoto In den belebten Hallen von Rios Hauptbahnhof verdient sich Dora ihren Lebensunterhalt. Die ehemalige Lehrerin, eine eigenwillige, harsche Person, schreibt Briefe für die vielen Analphabeten der Stadt. Manche Briefe schickt sie ab, andere behält sie in der Schublade.

Als eine ihrer Kundinnen bei einem Unfall ums Leben kommt, beschließt sie, sich des verwaisten Sohnes anzunehmen. Von den für sie unerwarteten Muttergefühlen überrascht, setzt sie sich zum Ziel, Josue zu seinem Vater im unzulänglichen Nordosten Brasiliens zu bringen.

Während Busse und Lastwagen das ungleiche Paar in zunehmend unvertrautes Terrain bringen, überwinden die beiden ihre anfänglichen gegenseitigen Abneigungen, und die Reise durch das wilde Brasilien wird zu einer Suche nach der eigenen Identität.


SzenenfotoDarsteller: Fernanda Montenegro (Dora), Marilla Pera (Irene), Vinicius de Oliveira (Josue), Soia Lira (Ana), Othon Bastos (Cesar), Otavio Augusto (Pedrao), Stela Freitas (Yolanda), Matheus Nachtergaele (Isaias), Caio Junqueira (Moises)

Regie: Walter Salles

Stab: • Produzenten: Arthur Cohn, Martine de Clermont-Tonnerre • Drehbuch: Joao Emanuel Carneiro, Marcos Bernstein • Vorlage: Idee von Walter Salles • Musik: Antonio Pinto, Jaques Morellembaum • Kamera: Walter Carvalho • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Cassio Amarante, Carla Caffe • Schnitt: Isabelle Rathery, Felipe Lacerda • Kostüme: Cristina Camargo • Make Up: Antoine Garabedian • Ton: Mark A. van der Willigen • Toneffektschnitt: Jean-Claude Brisson, Francois Groult, Bruno Tarriere • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 26/1998: Ein Road Movie, das die triste soziale Wirklichkeit Brasiliens angesichts des Neoliberalismus spiegelt und zugleich den Wandel seiner Protagonisten erfahrbar macht, die ihre Gefühlskälte ablegen und Mitmenschlichkeit erfahren. Ein über weite Strecken dokumentarischer anmutender Film, dessen sensible Darstellung einer ungleichen Freundschaft über die teils allzu märchenhafte Konstruktion hinweghilft.

Der Spiegel 52/1998: Jeder Film, der einen niedlichen Halbwaisen aufbietet, um ein hartes Herz weichzuklopfen, mach es sich unverdient leicht. Doras Weg zur inneren Läuterung ist vorgezeichnet, und "Central Station", der bei der Berlinale Anfang des Jahres den Goldenen Bären gewann, zerrt die Zuschauer gnadenlos von Etappe zu Etappe. Wäre dieser Film ein Roman, es wäre am besten im Bahnhofsbuchhandel aufgehoben.

Cinema 01/1999: Mit dem Goldenen Bären ausgezeichnetes Road-Movie, das mehrfach bewegt: Die Odyssee eines Knirpses und einer alten Frau ist rührend, humorvoll und besinnlich.

TV Spielfilm 26/1998: Rührend poetisches Roadmovie aus Brasilien in der Nachfolge von "Gloria" und "Kolya".

TV Today 26/1998: Gleich zwei Berlinale-Bären (für den besten Film und die beste Hauptdarstellerin) sagen alles.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1998 für "Central Station" (Bester Auslandsfilm)
Oscar-Nominierung für 1998 für Fernanda Montenegro (Hauptdarstellerin)


SzenenfotoBemerkungen

"Central Station" wurde auf der Berlinale 1998 als Bester Film mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Die Hauptdarstellerin Fernanda Montenegro erhielt für ihre herausragende schauspielerische Leistung den Silbernen Bären.

Dirk Jasper FilmLexikon
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