INHALT: Es war einmal ein Brüderpaar namens Grimm, das
Märchen schrieb. Eines Tages wurden sie zu einer alten Dame
(Jeanne Moreau) gerufen, die ihnen erzählte, wie es sich mit
einer ihrer Märchenfiguren - Cinderella - wirklich verhielt.
Es hatte sie nämlich wirklich gegeben im 16. Jahrhundert. Nur
hieß sie nicht Cinderella sondern Danielle (Drew Barrymore)
und war auch sonst nicht gerade ein braves, zurückhaltenes
Mädel. Sie war nach dem Tod ihres geliebten Vaters Dienerin
ihrer bösen Schwiegermutter Rodmilla (Anjelica Houston) und
ihren schnippischen Stiefschwestern. Derweil plagte sich Prinz
Henry (Dougray Scott) mit der bevorstehenden Zweckehe mit einer
spanischen Prinzessin, die er auf keinen Fall ehelichen wollte. Als
er auf Danielle traf, war sein Herz sofort Feuer und Flamme
für die Bürgerliche, die er für eine Adlige hielt.
Danielle ihrerseits spielte auch die Adlige, weil sie Angst vor der
Wahrheit hatte, bis ihre Schwiegermutter sie in aller
Öffentlichkeit bloßstellte. Bis der Prinz und seine
Auserwählte sich endgültig in die Arme schließen
konnten, gab es noch einige Hindernisse zu überwinden
...
KRITIK: ...damit man einem Märchen gemäß auch nach diesem Film sagen kann: "... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ...". Es war einmal ein Regisseur, der nahm sich eines Originaltextes Shakespeares an und inszenierte um diesen ursprünglichen Text eine hypermoderne und abgefahrene Version von "Romeo & Julia" (mit Leo "seufz" DiCaprio). Diese war derart erfolgreich, dass kurz darauf auch Dickens' Klassiker "Große Erwartungen" eine moderne Neuauflage erfuhr (mit Gwyneth Paltrow, Ethan Hawke und Robert De Niro), die aber weit weniger überzeugte. Regisseur Andy Tennant ("Fools Rush In") entstaubt nun das alte Märchen von Aschenputtel. Dabei beläßt er zwar den Ort und die Zeit der Handlung an ihren angestammten Platz (und der Zuschauer darf sich an wunderschönen Kostümen und romantischen Plätzen sattsehen). Dafür erhält aber die Hauptfigur einen modernen Anstrich. Danielle ist nicht gerade auf den Mund gefallen, zitiert präsozialistische und -emanzipatorische Passagen aus "Utopia" und bewirft den Prinzen schon mal mit Äpfeln. Drew Barrymore (zuletzt "Eine Hochzeit zum Verlieben") verkörpert diese moderne Cinderella bezaubernd zwischen Selbstbewußtsein und naiver Unschuld. Dafür fällt das Objekt ihrer Begierde als Prinz ziemlich trottelig aus, und Dougray Scott kann in keinem Moment überzeugend darstellen, warum frau sich nun unbedingt in ihn verlieben sollte, da sie ihm doch ständig überlegen ist. Da erfreut man sich doch schon eher an der bösen Schwiegermutter, dargestellt von Anjelica Houston. Dank ihrer Erfahrung als Hexe ("Addams Family", "Hexen hexen") kann sie der Figur durchaus mehr als nur eindimensionales Bösesein abgewinnen, was Megan Dodd als arrogante und zickige Stiefschwester leider nicht gelingt. dass wir es mit "Auf immer und ewig" mit einer "realistischen" Aschenputtel-Version zu tun haben, zeigt auch die Tatsache, dass gar keine Fee auftaucht, um Danielle zu helfen. Stattdessen steht ihr Leonardo da Vinci (liebenswürdig von Patrick Godfrey verkörpert) mit Rat und Tat zur Seite. Auch gurrende Täubchen wird man vergeblich suchen. Geblieben ist aber der gläserne Schuh. Fazit: Der Erzählton mag zwar manchmal etwas schleppend sein, doch dafür entschädigen einige augenzwinkernde, parodistische Einlagen, die schöne Ausstattung und eine zauberhafte Drew Barrymore. "Auf immer und ewig" ist genau der passende Familienfilm für die Weihnachtsfeiertage, auch wenn er nicht auf immer und ewig in Erinnerung bleiben wird. MEINE WERTUNG: 7 von 10
möglichen Punkten
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INHALT: Es war einmal ein Brüderpaar namens Grimm, das
Märchen schrieb. Eines Tages wurden sie zu einer alten Dame
(Jeanne Moreau) gerufen, die ihnen erzählte, wie es sich mit
einer ihrer Märchenfiguren - Cinderella - wirklich verhielt.
Es hatte sie nämlich wirklich gegeben im 16. Jahrhundert. Nur
hieß sie nicht Cinderella sondern Danielle (Drew Barrymore)
und war auch sonst nicht gerade ein braves, zurückhaltenes
Mädel. Sie war nach dem Tod ihres geliebten Vaters Dienerin
ihrer bösen Schwiegermutter Rodmilla (Anjelica Houston) und
ihren schnippischen Stiefschwestern. Derweil plagte sich Prinz
Henry (Dougray Scott) mit der bevorstehenden Zweckehe mit einer
spanischen Prinzessin, die er auf keinen Fall ehelichen wollte. Als
er auf Danielle traf, war sein Herz sofort Feuer und Flamme
für die Bürgerliche, die er für eine Adlige hielt.
Danielle ihrerseits spielte auch die Adlige, weil sie Angst vor der
Wahrheit hatte, bis ihre Schwiegermutter sie in aller
Öffentlichkeit bloßstellte. Bis der Prinz und seine
Auserwählte sich endgültig in die Arme schließen
konnten, gab es noch einige Hindernisse zu überwinden
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