| ||
dass sich der Chef der Enterprise eines Tages verlieben wird, war ja klar. Aber dass es Picard (Patrick Stewart) so heftig erwischt wie in seinem neusten Kino-Abenteuer "Star Trek - Der Aufstand", überrascht schon ein wenig. Und wer ihm am Schluß ganz genau zuhört, wird den Verdacht nicht los, dass diese Endlos-Weltraum-Saga wohl doch bald ein Ende finden wird. Schlimm wäre es nicht, denn die Geschichte, die hier erzählt wird, ist arg dünn, die Kulissen wirken ziemlich billig und einige der Herren Darsteller kämpfen mittlerweile altersbedingt mehr gegen ihren zunehmenden Bauchansatz als gegen böse Außerirdische.Gelandet ist die Enterprise diesmal (unter Jonathan Frakes' Regie) direkt im Paradies, auf einem kleinen Planeten namens Ba'ku, wo Milch und Honig fließen und ein Jungbrunnen den nur 600 Bewohnern Unsterblichkeit verleiht. Die Folgen sind leider fatal. Zum einen schauen die Ba'kuianer aus, als sie ob gerade frisch von einer Hippie-Landkommune der siebziger Jahre unseres Jahrhunderts aus ins All geschossen worden wären. Und zum anderen ist ein Jungbrunnen natürlich eine so feine Sache, dass auch andere Zeitgenossen scharf darauf sind. Beispielsweise das Volk der Son'a, dem es genetisch offensichtlich ziemlich mies geht und dessen Anführer Ru'afo (F. Murray Abraham) die gleichen Probleme im Gesicht hat wie Hildegard Knef. Um dieses himmlische Kleinod bahnt sich nun also ein intrigenreicher Konflikt an, und Picard steckt mal wieder mitten drin. Dabei geht's natürlich mächtig intergalaktisch zur Sache, es wird geschossen, geballert und hin- und hergebeamt. Und, weil es nun einmal Star-Trek-Tradition ist, werden auch gleich die letzten Fragen der Menschheit mit ins Spiel gebracht. Doch bevor wir die hier beantworten oder uns gar über die zahllosen Ungereimtheiten in diesem Film aufregen, gestehen wir lieber, dass wir uns wirklich bestens amüsiert haben.
So ist die Idee, den plötzlich durchgeknallten und sonst ja so liebenswürdigen Androiden Data (Brent Spiner) mittels Gesang auf die Reparaturbank zu locken, umwerfend komisch. Genau wie die neuste Erkenntnis über die späte Pubertät der Klingonen. Und solche witzigen und zuweilen sogar selbstironischen Szenen retten die Enterprise in ihrem neunten Kinoeinsatz dann doch noch vor dem finalen Absturz.
|