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"Der Aufstand" lautet der Untertitel der neuesten Star-Trek Kinoepsiode. Bereits zum neunten Male fliegt die Besatzung des Raumschiffes Enterprise über die Kinoleinwände. Captain Jean Luc Picard (Patrick Stewart) befindet sich diesmal in einer für ihn besonders mißlichen Lage. Wenn er den direkten Befehl seines Admirals nicht ausführt, macht er sich der Meuterei schuldig. Andererseits verstößt der Befehl offensichtlich gegen die Grundprinzipien der Föderation der Sterne. Schon die Ausgangssituation ist unangenehm. Augenscheinlich ist der Androide Data (Brent Spiner) Amok gelaufen. Anscheinend hat Data grundlos ein Beobachterteam der Föderation und der Son'a auf dem Planeten Ba'ku enttarnt und als Geiseln genommen. Die Enterprise fliegt nach Ba'ku um den Androiden vor der Zerstörung durch die Sternenflotte zu retten. Einen einzigen Rettungsversuch bekommt Picard zugestanden. Das Volk der Ba'ku ist auf dem ersten Blick ein einfaches, aber glückliches Landvolk von nur 600 Personen. Picard lernt die Ba'ku Anji (Donna Murphy) näher kennen. Er erfährt, dass dieses Volk nicht nur die fortschrittlichsten Technologien kennt, sondern dass Anji auch schon über 300 Jahre alt ist. Und auch hinter dem Beobachterteam steckt mehr als auf dem ersten Blick offensichtlich ist. Der Grund liegt in dem Planeten selbst. Er liegt im Bereich einer Strahlung, die alle Alterungsvorgänge extrem verlangsamt. Damit wird auch klar, dass auch Personenkreise innerhalb der Sternenflotte ein großes Interesse an diesem Planeten haben. Als Picard den Befehl erhält sich zurückzuziehen muß er sich entscheiden, ob er den Befehl befolgt oder ein unschuldiges Volk beschützen hilft. Für Freunde von "Star Trek - The Next Generation" bedeutet dieser Kinofilm ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Fast alle aus der Fernsehserie bekannten Schauspieler konnten auch für "Der Aufstand" verpflichtet werden. Wer sich ein bißchen in der TV-Serie auskennt, wird sich über so manchen Seitenhieb oder Anspielung freuen. Aber auch so gibt es immer wieder etwas zum schmunzeln. Natürlich kommen auch die Spannung und die Action- und Kampfszenen nicht zu kurz. Der Regisseur Jonathan Frakes, im Film auch als Erster Offizier Commander Riker zu sehen, erzählt die Geschichte sehr spannend. Außerdem nutzt die Möglichkeiten der Außenaufnahmen sehr kreativ. Im Gegensatz zu den anderen Filmen gibt es diesmal wesentlich mehr Außenaufnahmen. Fast die Hälfte des Films spielt im Freien. So gibt es die Gelegenheit für schöne Naturaufnahmen und selbstverständlich auch neue Möglichkeiten für die Actionszenen. So ist z. B. die Verfolgung der Bewohner durch Drohnen ist besonders spannend geraten. Trotz der Beschwörung der Beteiligten, wie vielschichtig die Geschichte sei, konnte ich dies nicht ganz nachvollziehen. "Der Aufstand" konzentriert sich ganz gehörig auf den Hauptstrang der Geschichte, die Verfolgung der Ba'ku durch die bösen Son'a und die Föderation. Nebenhandlungen werden allenfalls angedeutet. Allenfalls der Liebe des Captains zu Anji wird etwas mehr Platz eingeräumt. Da nicht zuviel an Vorwissen vorausgesetzt wird, kommen auch Star-Trek Unkundige auf ihre Kosten. Bei den Schauspielern haben mir diesmal Patrick Stewart, Brent Spiner und F.Murray Abraham (als Son'a Commander Ru'afo) besonder gut gefallen. Aber auch die anderen liefern eine solide schauspielerische Leistung. Eine sehr gute Arbeit leistete auch der Kameramann Matthew Leonetti (Strange Days). Die Aufnahmen sind realitätsnah und sehr stimmig. Und auch unter ungünstigen (Beleuchtungs-) Bedingungen verschwinden keine Details. Die Special Effects in dem neunten Teil der Weltraum-Saga sind State-of-the-art und dürften in dieser Masse und Qualität in einem Star-Trek Film einzigartig sein. So wurde die Enterprise z. B. nicht mehr im Motion-Control Verfahren mit Modellen gedreht, sondern direkt im Computer erzeugt. Auch die Flotte der Son'a wurde so hergestellt. Aber dennoch konnte auf den Einsatz von Modellen nicht verzichtet werden. So wurden die Drohnen, die die Baku verfolgen z. B. als Modelle entworfen. Bei einigen Innenaufnahmen wurden Studioset und computergenerierte Bilder zu einem atemberaubenden Set verwoben. Trotz aller genannten positiven Seiten hinterläßt der Film bei mir ein merkwürdiges, desinteressiertes Gefühl. Trotz Actionszenen und hehrer Idee hinterläßt der Film keinen bleibenden Eindruck. So könnte fast eine (sehr) gute Doppelfolge im TV aussehen. Die Story hat ihre Längen und bleibt leider etwas blaß. Dies können weder die Schauspieler noch die SFX aufwiegen. Fazit: Solide SF-Kost mit Trekkie Einschlag 6 von 10 Rebellionen
PS: Wer die wunderschöne Natur in dem Film mal "live" erleben möchte, der möge sich zum Lake Sherwood und zum Lake Sabrina in der Sierra Nevada begeben.
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