Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Mit verstörender Intensität inszeniert Thomas Vinterberg ein Familien-Melodram, dessen gnadenlose Direktheit von fein-nuancierter Ironie interpunktiert wird. Großes, bezwingend aktuelles Kino aus Europa!
Hamburger Abendblatt: Am Anfang steht der Schock. Wer "Das Fest" von Thomas Vinterberg sieht, bekommt inhaltlich wie formal ein Kinoerlebnis geboten, das an die Nerven geht. Distanz zum Geschehen ist kaum möglich, die eigene Betroffenheit fast unvermeidbar.
film-dienst 01/1999: Eine Familientragödie, inszeniert in einem Schonungslosen Filmstil und einer betont undurchsichtigen Erzählstrategie: Durchgängig mit grobkörnigen, verwaschenen (Handkamera-) Aufnahmen gestaltet, erweist sich diese Ästhetik als brillanter Ausdruck einer verletzten Seele. Auch das präzise Drehbuch und die ausdrucksstarken Darsteller belegen die kreative Potenz des "Dogma '95"-Proggramms dänischer Nachwuchsregisseure.
Blickpunkt Film: Vinterberg zeigt in seinem vierten Spielfilm Mut zum inhaltlichen Risiko. (...) Seine gnadenlose Direktheit im Formalen, die Absenz jeglicher "Schnörkel" und Zugeständnisse, macht die sperrige Thematik nicht gerade eingängiger, verleiht dem Film aber eine ungeheute, wenngleich kühle Intensität.
TV Today 01/1999: Verstörte Kinobesucher, so Regisseur Thomaas Vinterberg, hätten erst nach Tagen über den Film sprechen wollen. Wer sein brillantes Ensemble gesehen hat, der glaubt's. In Cannes bekam der Film 1997 den Spezialpreis.
Die Welt: Thomas Vinterbergs Film ist ebenso wie Lars von Triers "Idioten" ein Beispiel dafür, wie mit kleinen Mitteln große Filme entstehen können.
Kultur Spiegel 01/1999: Schwere Kost in flackerndem Schwarzweiß: explosive Psychologie statt Special Effects.
TV direkt 01/1999: Tiefschwarze Farce, bei der das Lachen im Halse stecken bleibt.
TV Movie 01/1999: Bitterböse Demontage eines Familienidylls.
Cinema 01/1999: Packendes Familiendrama.