Isabel ist eine erfolgreiche Werbefotografin. Jackie ist geschieden und Vollzeitmutter. Der Mann zwischen ihnen ist Luke - verliebt in Isabel und von Jackie geschieden. Ein ganz normales Dreieck?
Nicht ganz! Zwischen den Erwachsenen stehen Lukes und Jackies Kinder, die 12-jährige Anna und der 8-jährige Ben, die von einer Versöhnung der Eltern träumen und "der Neuen" das Leben zur Hölle machen.
Haß, Liebe, Verlustängste, Eifersucht, berufliche Anforderungen und familiäre Verpflichtungen weben ein komplexes Beziehungsgeflecht, in dem die Beteiligten manchmal zu ersticken drohen. Doch dann mischt sich das Schicksal ein, Jackie leidet an Krebs.
Nicht über Nacht, doch nach langen, schmerzlichen Kämpfen werden Feindinnen zu Freundinnen. Seite an Seite entdecken sie, was eine Familie, abseits von Konvention und tradierten Modellen, wirklich zusammenhält: Liebe und Vertrauen.
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Dirk Jasper FilmLexikon: "Seite an Seite" erzählt die bewegende Geschichte zweier außergewöhnlicher Frauen in einer "fast normalen" Situation. Julia Roberts, Susan Sarandon und Ed Harris sind die Stars dieses mitreißenden Films über Liebe und Eifersucht, Vertrauen und Verlust. Erfolgsregisseur Chris Columbus inszenierte einen einfühlsamen Film voller Humor, Tragik und großer Gefühle.
TV Movie 03/1999: Bei einer so namhaften Besetzung konnte eigentlich nichts schiefgehen: Die Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon ("Dead Man Walking") ist gewohnt großartig, Julia Roberts überzeugt als jung-dynamischer Gegenpol, und der wandlungsfähige Ed Harris (der zuletzt als Fiesling in "Die Truman-Show" glänzte) nimmt sich gekonnt zurück. So entwirft das Dreigestirn mit leisem Humor ein ungewohntes Familienmodell und verbreitet trotz aller Tragik Mut und Hoffnung. Columbus beweist, dass er neben derben Späßen auch dass Kino der großen Gefühle beherrscht - und zwar ohne Rührseligkeit.
TV Today 01/1999: Wo Übermutter Susan Sarandon aufkreuzt, sind die anderen in der Defensive. Julia Roberts schlägt sich dafür ganz tapfer in der undankbaren Rolle der Rivalin. Mit Jena Malone und Mini-Charmebolzen Liam Aiken glänzen wieder mal zwei hochtalentierte Kinderdarsteller. Ed Harris kann nur tun, was sein Part zuläßt: zusehen und mit den Schultern zucken. Eine Story voll Kraft und Gefühl, zwei Stars, denen man sie abnimmt - was will man mehr?
film-dienst 02/1999: Psychologisch feinfühlige Schilderung eines Familienkonflikts, der durch seine ökonomische Einbettung in einer finanziell sorgenfreien Umgebung aber beträchtlich an Glaubwürdigkeit verliert und außerdem einer widersprüchlichen konservativen Ideologie anhängt.
kultur Spiegel 02/1999: Der Kampf um die Gunst der Kinder liefern zunächst Zündstoff und Pointen, dann rollen die Augen, fließen die Tränen, und eine bewegende Familiengeschichte zerfließt im Kitsch.
Cinema 02/1999: Was werden erst die Männer heulen. Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie "Tausend Morgen" und "Love-Story" mochten.
TV Today 03/1999: Was Hollywood fast immer verbockt, ist hier gelungen: ein Familiendrama ohne Gefühlskitsch.