INHALT: Unheimliches tut sich an der Pendleton-University. Ein
irrer Killer sucht sich unter den Studenten ein Opfer nach dem
anderen aus. Dabei mordet er nach dem Vorbild allseits bekannter
Legenden. Ein Opfer stirbt am Steuer durch einen Axtanschlag vom
Rücksitz, das Pochen auf einem Autodach rührt vom
erhängten nächsten Opfer, während seine Freundin im
Wageninneren sitzt. Auch der Alptraum, dass ein Killer sein Opfer
anruft und sich dabei schon im Haus aufhält, wird auf grausige
Weise umgesetzt. Im Zentrum des Gemetzels stehen Natalie (Alicia
Witt), die als erstes einen Zusammenhang mit den "Düsteren
Legenden" vermutet und ihre beste Freundin Brenda (Rebecca
Gayheart). Zunächst skeptisch ist dagegen
Studentenzeitungsreporter Paul (Jared Leto). Doch schon bald glaubt
auch er, dass ein undurchsichtiger Professor (Robert Englund) sich
höchst verdächtig benimmt ...
KRITIK: Das Schönste am Medium Film ist nach wie vor, dass es trotz ausgeklügelster Werbestrategien immer wieder überraschende Erfolgsfilme gibt. "Pulp Fiction" ist so ein Beispiel, "Ganz oder gar nicht" oder auch "Scream". Nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda wurden die Filme einem großen Publikum bekannt. Weniger schön daran ist allerdings die Tatsache, dass nach einem solchen Erfolg alle Welt meint, sie müßte sich auf das Konzept stürzen und es unendlich durch die Mangel drehen, bis auch der letzte Tropfen ausgelutscht ist. "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast" war die erste Kopie von "Scream" (abgesehen von "Scream 2" selber), die auch noch eine Fortsetzung erfahren hat - "Ich weiß noch immer, was Du letzten Sommer getan hast". Sogar "Halloween" wurde erneut ausgegraben, wobei man sich schnell dessen 20jähriges Jubiläum als Rechtfertigung und Promotion-Gag auserdacht hatte. Nun also kommt "Düstere Legenden", und der geneigte Zuschauer mag sich fragen, ob das noch der Versuch ist, das "Scream"-Konzept zu kopieren oder schon zu persiflieren. Bis auf die kunstvoll eingesetzte Kamerarabeit ist an diesem Film aber auch gar nichts gruselig - außer der Film an sich. Mit der stets gleichen Masche versucht Regisseur Jamie Blanks, Schockeffekte zu erschaffen, wobei aber der jedesmal zu früh einsetzende Sound und die halbtotale Einstellung der Kamera den "schocking gag" mit Getöse ankündigt: "ACHTUNG, gleich wird es gruselig!". Und jedesmal entpuppt sich der vermeintliche Angriff als harmloses Ansprechen oder auf die Schulter klopfen. Dann entspinnt sich ein kurzes, überflüssiges Gespräch zwischen den Beteiligten, bevor dann nach dem Gespräch einer von ihnen doch dahingerafft wird. Dieses Baukasten-System hat in etwa den Charme eines Pornofilms, bei dem auch jeder vorher weiß, was sich gleich abspielen wird. Agesehen von der allseits bekannten Zehn-kleine-Negerlein-Variante stellt sich so manch' unfreiwillige Komik auch bei den pubertären Dialogen des Darsteller-Ensembles ein, das sich zumeist aus den jungen US-TV-Stars zusammensetzt. Alicia Witt (aus der TV-Serie "Cybill") ist zwar eine gute Anwärterin auf den Scream-Queen-Thron, besticht sonst aber nicht gerade durch auffällige Leistungen. Rebecca Gayheart kennt man schon aus "Scream 2", und sie macht hoffentlich nicht den Fehler, für immer in der Horrorfilm-Ecke zu versauern. Bleibt noch der schnuckelige Jared Leto, dessen angebliche Anziehungskraft auf Frauen aber nach Ansicht dieses Films auch eher eine Legende sein muß. Da kann auch Robert "Freddy Krueger" Englund als Professor nicht mehr viel ausrichten. Wenn dann zum Schluß noch auf Teufel komm' raus ein offenes Ende für eine Fortsetzung förmlich übers Knie gebrochen wird, läuft man mit einem "Scream" aus dem Kino und wünscht den Produzenten solch' billiger Abzocker-Film eine "Nightmare On Hollywood Boulevard", in der sie 24 Stunden Tag ihren schlimmsten Filmideen ausgesetzt werden ... Fazit: Müder "Scream"-Abklatsch, der offensichtlich nur gedreht wurde, um auf der Welle jüngster Horror-Erfolge den Jugendlichen ihr Geld abzuknöpfen. MEINE WERTUNG: 3 von 10
möglichen Punkten
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INHALT: Unheimliches tut sich an der Pendleton-University. Ein
irrer Killer sucht sich unter den Studenten ein Opfer nach dem
anderen aus. Dabei mordet er nach dem Vorbild allseits bekannter
Legenden. Ein Opfer stirbt am Steuer durch einen Axtanschlag vom
Rücksitz, das Pochen auf einem Autodach rührt vom
erhängten nächsten Opfer, während seine Freundin im
Wageninneren sitzt. Auch der Alptraum, dass ein Killer sein Opfer
anruft und sich dabei schon im Haus aufhält, wird auf grausige
Weise umgesetzt. Im Zentrum des Gemetzels stehen Natalie (Alicia
Witt), die als erstes einen Zusammenhang mit den "Düsteren
Legenden" vermutet und ihre beste Freundin Brenda (Rebecca
Gayheart). Zunächst skeptisch ist dagegen
Studentenzeitungsreporter Paul (Jared Leto). Doch schon bald glaubt
auch er, dass ein undurchsichtiger Professor (Robert Englund) sich
höchst verdächtig benimmt ...