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Wenn sich eine junge moderne Frau heutzutage freiwillig in "Bates-Motel" allein eincheckt und dort unter die Dusche geht, dann hat sie letzten Endes selber Schuld oder nie Alfred Hitchcocks 1960 gedrehten Thriller "Psycho" gesehen. Oder sie ist Schauspielerin und übernimmt die weibliche Haupt-Opferrolle in dem wohl überflüssigsten Film der letzten Jahre.Genau das tat jetzt Anne Heche, die in Gus Van Sants werkgetreuem Remake des Hitchcock-Klassikers unter die Dusche geschickt wird, während Motel-Besitzer Norman Bates erst durch ein Guckloch auf ihren wirklich aufreizend schönen Körper ein paar heimliche Blicke wirft, dann - o armer Alfred - anfängt zu masturbieren, um anschließend, geplagt von Schuldgefühlen der schlimmsten pathologischen Art und im Kostüm seiner verstorbenen Mutter, die duschende Anne mit dem Messer abzustechen. Das klingt ein bißchen konfus, aber in Hitchcocks Film besaß (nicht nur) diese Szene sehr viel Spannung. Nicht zuletzt wegen des großartig agierenden Anthony Perkins, der in "Psycho" die Rolle seines Lebens spielte und dem 38 Jahre später nun Vince Vaughn als Norman Bates versucht vergeblich nachzueifern. Anne Heche wirkt dagegen ein wenig überzeugender (wer schaut diesem kecken Blondschopf nicht gern beim Duschen zu?), aber auch sie kann diesen Film trotz körperlichem Einsatz nicht retten.
So sitzt man gut 100 Minuten im Kino, vergleicht dabei gelangweilt ständig das Remake mit dem Original und weiß zu jeder Minute zwar ziemlich genau, was im nächsten Moment geschehen wird. Aber was das ganze überhaupt soll, das versteht man bis zum Schluß nicht.
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