Gerhard Heeke über E-Mail für dich

Szenenfoto Der Zauberspruch in "E-M@il für Dich" lautet "Sie haben Post!". Auf diese drei Worte warten Abend für Abend NY152 (Tom Hanks) und Shopgirl (Meg Ryan). Sie haben sich bei einem virtuellen Treff kennengelernt und tauschen nun, fleißig flirtend, E-Mails aus. Im richtigen Leben sind sie sich noch nicht vorgestellt worden. Was beim momentanen Stand der zarten Beziehung vielleicht auch besser ist. Denn sie ist die Inhaberin eines kleinen Kinderbuchladens, während er ihr natürlicher Feind ist. Ihm gehört die größte landesweite Buchhandelskette. Mit seinen riesigen Läden und kleinen Preisen treibt er die kleinen Läden in den Ruin. Ohne zu wissen, dass die zwei E-Mail Partner sind treffen sich die beiden im richtigen Leben und da fliegen dann die Fetzen. Mehr oder weniger durch Zufall erfährt Joe Fox aka NY152 von der wahren Identität des Shopgirls aka Kathleen Kelly. Da er weiß, dass er momentan mit der Wahrheit über seine virtuelle Identität bei ihr noch nicht landen kann, versucht er sie, ganz konventionell, von seiner realen Identität zu überzeugen ...

Wem dies alles fürchterlich bekannt vorkommt, hat recht. "E-M@il für Dich" ist ein Remake des Ernst Lubitsch Klassikers "The Shop around the Corner" (1940), bei dem sich auch schon andere bedient haben. Was "E-M@il für Dich" allerdings auszeichnet, ist die gekonnte Übertragung in die Gegenwart. Die sich nicht nur darin erschöpft ein Cyberpostamt einzuführen. Die Charaktere, die Sprache und die Lokationen sind typisch / passend für unsere Zeit.

Mit Meg Ryan und Tom Hanks hat man zwei sehr sympathische Hauptdarsteller engagieren können. Parker Posey (Joes Freundin Patricia Eden) und Greg Kinnar (Kathleens Freund Frank Navasky) sind die ideale Ergänzung zu den beiden.

Der Film fällt nicht groß durch irgendwelche Besonderheiten auf. Er bereitet seinen Zuschauern aber einen netten Kinoabend. Man fühlt sich gut unterhalten und kommt gut gelaunt aus dem Kinosaal.

Fazit: Moderene, romantische Liebeskomödie nach bekanntem Strickmuster

6 von 10 Postfächern

Dirk Jasper FilmLexikon
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