Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Dirk Jasper(CyberKino): Es gibt keine Helden in "Der schmale Grat". Der Film begleitet rund ein Dutzend Soldaten und gewährt mit ihren im Off formulierten Gedanken, Ängsten und Erinnerungen einen kaleidoskopischen Einblick in die Erfahrungen und Gefühle der Männer während ihres Einsatzes. Der Film ist eine bildgewaltige, poetische Meditation über die Schönheit der Natur, die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges und die Opferbereitschaft und familiäre Verbundenheit der Soldaten. Mit der Verfilmung des Romans "Insel der Verdammten" von James Jones ist Kultregisseur Terrence Malick ("Badlands", "In der Glut des Südens") nach 20 Jahren ein glanzvolles Comeback gelungen.
kultur SPIEGEL 03/1999: Weltstars wie John Travolta oder George Clooney drängelten sich um Mini-Rollen; Die Hauptdarsteller Sean Penn, Woody Harrelson und Newcommer Jim Caviezel schwärmen von den Dreharbeiten mit Terrence Malick, der nach 20 Jahren Abstinenz wieder Regie führte. Lohnt die Aufregung? der Film collagiert Urwaldbilder, Schlachtszenen und Off-Stimmen, die über Leben und Krieg grübeln: Malick bewältigte den schmalen Grat zwischen Kunstfertigkeit und Manierismus und schuf ein meditatives Meisterwerk.
film dienst 04/1999: Regisseur Terrence Malick verbindet Motive aus dem Roman von James Jones mit einer poetischen Beschwörung unverdorbenen Lebens und zahllosen individuellen Meditationen über den Sinn des Daseins und das Phänomen des Krieges.Der Film erreicht dabei keine letzte Geschlossenheit, verdient aber dennoch die Beachtung eines für den eigenwilligen Stil aufgeschlossenen Publikums.
Cinema 02/1999: Regisseur Terrence Malick ließ sich bis zu seinem dritten Film 20 Jahre Zeit. Das Weltkriegsdrama nach James Jones' Roman warten mit zahllosen Stars auf, deren Gastauftritte teilweise nur Sekunden dauern.
TV Spielfilm 05/1999: Die Erwartungen an dieses Kriegsepos waren hoch - Malick übertrifft sie alle!
TV Movie 05/1999: Bildgewaltige Ode an der Zerstörung.