Happiness

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Happiness
Titel USA: Happiness
Genre: Komödie
Farbe, USA, 1998

Kino Deutschland: 1999-03-18
Laufzeit Kino: 134 Minuten
Kinoverleih D: Prokino

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1999-09-13
Laufzeit Video: 134 Minuten
Anbieter: Highlight Video


Szenenfoto Drei Schwestern: Joy, Trish und Helen. Ein Vorort von New Jersey. Joy glaubt an die Begegnung mit ihrem Märchenprinzen. Trish, die verheiratet ist, macht sich Sorgen, dass Joy genauso unzufrieden werden könnte wie sie selbst. Und Helen, die erfolgreiche Bestseller-Autorin, sucht als Therapie für ihre Ängste den Kick des Neuen, Verrückten.

Aber auch die Eltern Mona und Lenny sind mit ihrem Lebensabend nicht so recht zufrieden. Und dann ist da auch noch Trishs unterdrückter Ehemann Bill, ein Psychiater, ihr pubertierender Sohn, der einfach nur ein normaler Junge sein möchte, Helens komischer Nachbar und nicht zuletzt ein russischer Taxifahrer, der unbeirrbar seinen amerikanischen Traum verfolgt.

Doch plötzlich bringen ein anonymer Anruf und ein beunruhigender Besuch beim Psychiater den wohlbehüteten Alltag ins Wanken ...


SzenenfotoDarsteller: Jane Adams (Joy Jordan), Dylan Baker (Bill Maplewood), Lara Flynn Boyle (Helen Jordan), Ben Gaggara (Lenny Jordan), Jared Harris (Vlad), Philip Seymour Hoffman (Allen), Louise Lasser (Mona Jordan), Jon Lovitz (Andy Kornbluth), Camryn Manheim (Kristina), Marla Maples (Ann Cahmbeau)

Regie: Todd Solondz

Stab: • Produzenten: Ted Hope, Christine Vachon für Good Machine International • Drehbuch: Todd Solondz • Vorlage: - • Filmmusik: Robbie Kondor • Kamera: Maryse Alberti • Spezialeffekte: Drew Jiritano • Ausstattung: Theres DePrez • Schnitt: Alan Oxman • Kostüme: Kathryn Nixon • Make Up: - • Ton: Neil Danziger, Damien Volpe, Tom Efinger • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Für die prüden USA wird dieser Film wohl die härteste schwarze Komödie der letzten Jahre sein! Unbefriedigte Liebe, Einsamkeit, unterdrückte Bedürfnisse und zu wenig Sex - in dieser schrill-schrägen Komposition kulminiert das Ringen um Glück aufs absurdeste, auf tragikomische, bitterböse und doch originelle Weise. Virtuos zwischen nacktem Entsetzen und befreiendem Lachen pendelnd, folgt Todd Solondz in einem herrlichen Reigen der Tabus drei Schwestern auf ihrer Suche nach dem Glück.

SzenenfotoTV Movie 06/1999: Nach seinem Regiedebüt "Willkommen im Tollhaus" (1996) demontiert Todd Solondz zum zweiten Mal die Insignien des Hollywood-Kinos. Statt schönen Star-Gesichtern begegnen wir lebensnahen Figuren von großer Häßlichkeit, statt Gefühlsaufwallung herrscht emotionaler Stillstand. Geschickt hält Solondz dabei die Balance zwischen Drama und Sarkasmus, um die oft beschworene Idylle der US-Vorstädte als Vorhof zur Hölle zu zeigen. Besonders beeindruckt, wie "Happiness" Menschen in all ihrer Bizarrheit zeigt, ohne sie vorzuführen.

Szenenfotofilm-dienst 06/1999: Stilistisch konsequente Studie über verdrängte Versetzungen und unüberwindbare Verhaltensmuster. Durch die radikale Reduzierung filmischer Mittel wird ein fast körperlich spürbarer psychologischer Realismus erreicht, der, auch dank der brillanten Darsteller, die seelischen Defizite seiner Protagonisten wesenhaft erfaßt.

kultur SPIEGEL 03/1999: Autor und Regisseur Todd Solondz nennt "Happiness" eine "traurige Komödie". Seine schonungslose Betrachtung der scheinbar heilen Vorstadt-Welt von New Jersey ist gleichermaßen komisch wie verstörend (siehe Porträt). Jeder der Protagonisten sucht auf merkwürdigen Wegen das Glück, das der Filmtitel ironisch verspricht, und findet doch nur Verzweiflung.

Gilde Kino: Genüßlich demontiert Todd Solondz die Institution Familie, balanciert souverän zwischen Witz und Absurdität, entlarvt Mittelklasse-Harmonie als familiären Horror.

Cinema 03/1999: Die Helden dieser Tragikomödie sind neurotische Verlierertypen. Trotzdem fühlt man sich nach dem Film glücklich.

TV Spielfilm 06/1999: Wie im Leben: eine Gratwanderung zwischen sensiblem Drama und schwarzer Tragikomödie.

Der Spiegel: "Happiness" von Todd Solondz ist einer der besten Filme dieses Jahrgangs!

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