Es scheint nur ein Routinefall zu sein, der den ehrgeizigen Überwachungs-Spezialisten und Privatdetektiv Tom Welles auf seiner Karriereleiter weiter nach oben bringen wird. Doch dann stößt eine kleine Rolle Acht-Millimeter-Film für ihn das Tor zu einer verborgenen Hölle auf, in der seine grauenvollsten Vorstellungen Wirklichkeit werden.
Eine reiche Witwe heuert Welles an, weil sie im Safe ihres verstorbenen Mannes einen Film gefunden hat, in dem offensichtlich ein junges Mädchen zu Tode gefoltert wird.
Um einen Skandal zu vermeiden, soll Welles herausfinden, ob der Film - und insbesondere der darin gezeigte Mord - echt ist. Welles identifiziert die Kleine als Ausreißerin, deren Spur ihn nach Los Angeles führt. Der Pornoshop-Verkäufer Max hilft ihm bei seinen Recherchen und führt ihn in die Sado-Szene der Stadt ein.
Immer tiefer gerät Welles in das Reich des exzentrischen Hardcore-Produzenten Dino Velvet. Eine Unterwelt der bizarren Abartigkeiten und mörderischen Perversionen tut sich vor ihm auf, bis Welles schließlich nicht nur seinen Verstand zu verlieren droht, sondern auch sein eigenes Leben ...
Filmkritiken
Filmkritik von Gerhard Heeke
Dirk Jasper FilmLexikon: Star-Regisseur Joel Schumacher inszenierte mit 8 mm einen ebenso provokanten wie beunruhigenden Psycho-Thriller. Oscar-Preisträger Nicolas Cage und Shooting-Star Joaquin Phoenix spielen die Hauptrollen in diesem hochgradig spannenden Film der Extraklasse.
kultur Spiegel 03/1999: Wenn sich der Trendhechler Joel Schumacher, der "Sieben"-Autor Andrew K. Walker und der überschätzte Mime Nicolas Cage zusammentun, um in die Abgründe menschlicher Seelen zu tauchen, kann nur ein verquastes Konstrukt dabei herauskommem. Schumacher hat die Story aus dem Snuff-Movie-Milieu zwar passend unappetitlich inszeniert - aber auch ungewollt komisch und vorhersehbar.
film-dienst 05/1999: Ein abstoßender und bigotter Film, der sich das Geschäft mit der Lust für einige pittoresk-voyeuristische Einblicke zunutze macht, am Ende aber eine Selbstjustiz propagiert, die die kriminelle Auswüchse der Pornografie zu beseitigen hat. Dem Drehbuch geht allzu schnell die Spannung aus, die Hauptrolle bleibt durchweg unzugänglich und in ihrer abschließenden Motivation unverständlich.
TV Today 07/1999: Drehbuchautor Andrew Kevin Walker ("Sieben") guckte kräftig bei Paul Schraders Klassiker "Hardcore" ab. Mit dieser Vorlage, Hauptdarsteller Nicolas Cage sowie Joaquin Phoenix und Catherine Keener konnte selbst der sonst stets versagende Regisseur Joel Schumacher("Falling Down", "Batman & Robin") nicht mehr viel kaputtmachen.
Cinema 04/1999: Nicolas Cage begibt sich in die Abgründe des Porno-Busineß.
TV Spielfilm 05/1999: Ein erschreckend schwacher Nicolas Cage in einem enttäuschenden Psychothriller.
TV Movie 05/1999: Sehr düster, sehr hart, sehr gut!