Man schreibt den Sommer 1593. Will Shakespeare, junger und aufstrebender Star der Londoner Theaterszene, blickt einer Geißel besonderer Art ins Auge: ihm fehlen die Worte. Für seine Stücke. Während um ihn herum die Entfaltung der Elizabethanischen Künste in vollem Gange ist, steht Will ohne Inspiration oder Material da.
So sehr er sich auf abmüht, und trotz des Drucks von seiten seiner Finanziers und der Theaterbesitzer - er kann einfach nicht genug Enthusiasmus für sein neues Stück aufbringen - "Romeo & Ethel, die Tochter des Piraten".
Was Will braucht, ist eine Muse - und in einem außergewöhnlichen Augenblick, in dem das Leben die Kunst imitiert, findet und verliebt er sich in eine Frau, die ihn in sein ganz persönliches dramatisches Liebesabenteuer verwickelt.
Alles fängt damit an, dass Lady Viola den unbeugsamen Wunsch hat, Schauspielerin zu werden - in einer Zeit, in der dieser Hang zur Verderbtheit Frauen streng verboten ist. Also verkleidet sie sich als Mann, um für eines von Wills Stücken vorzusprechen. Doch ihre Tarnung löst sich in Wohlgefallen auf, je mehr sich die Leidenschaft zwischen den beiden entzündet.
Immerhin: Wills Feder bringt wieder etwas zu Papier - aus seiner Liebe werden Worte, aus Viola wird eine lebendige Julia - und Rome findet seine Existenzberechtigung. Aber über Wills Welt brauen sich dunkle Wolken zusammen.
Denn noch während sein Werk auf dem Papier Gestalt annimmt, schlägt im wahren Leben das Schicksal zu - und dazu gehört die unvermeidbare Tatsache, dass Lady Viola auf Befehl von Königin Elizabeth den unerträglichen Lord Wessex heiraten soll.
In einem Strudel von Verwechslungen, durcheinander geratenen Botschaften und unschicklichem Verlangen, zwischen heftigen Streitereien, Duellen mit eifersüchtigen Ehemännern und gefährlichen Küssen, mußs Will Shakespeare nach einem Ausweg suchen - nicht nur für sein Stück, sondern auch für seine eigene, unsterbliche Leidenschaft ...
Filmkritiken
Filmkritik von Peter Halm
Filmkritik von Dietmar Schmalfuss
Dirk Jasper FilmLexikon: "Shakespeare In Love" ist eine romantische Komödie für die modernen 90er - den 1990ern - aus den 90ern - den 1590ern! Mit Witz, Esprit und einer gehörigen Portion Sex-Appeal erzählt "Shakespeare In Love" die zeitlose Story hinter der Erschaffung der größten Liebesgeschichte aller Zeiten.
film-dienst 05/1999: Tempo- wie geistreiche romantische Komödie, die sich die mangelnde biografischen Kenntnisse über Shakespeare Anfängezunutze macht, um eine witzige, anspielungsreiche spekulation über die Entstehung von "Romeo & Julia" zu entfalten. Herausragende Darsteller, ein kongeniales Drehbuch und die entschlossene Inszenierung verbinden sich zu einem fulminaten filmischen Feuerwerk, das als augenzwinkernde Satire auf den Filmbetrieb, aber auch als intelligente Reflexion über den Wirklichkeitsgehalt von Fiktionen gelesen werden kann. Dabei werden ebenso Fragen nach den fließenden Grenzen der Geschlechteridentität aufgeworfen.
kultur SPIEGEL 03/1999: Hut ab vor den Drehbuchautoren (Marc Norman / Tom Stoppard): Die Liebelei zwischen dem Aufschneider Will Shakespeare (Joseph Fiennes), der gerade "Romeo und Julia" schreibt, und der rebellischen Lady Viola (Gwyneth Paltrow) haben sie so gekonnt mit der größten Romanze der Weltliteratur verflochten, dass ihnen Zuschauertränen und Oscars sicher scheinen.
Cinema 03/1999: Ausgerechnet eine Schreibblockade des alten Dichters beschert uns eine der schönsten Liebeskomödien.
TV Spielfilm 05/1999: Ende gut, alles gut! Großer Spaß mit Tiefgang und Witz. Was will man mehr?
TV Movie 05/1999: Charmant, kurzweilig - zum Verlieben schön.
Oscar ®
Oscar für 1998 für "Shakespeare In Love" (Bester Film)
Oscar für 1998 für Gwyneth Paltrow (Hauptdarstellerin)
Oscar für 1998 für Judi Dench (Nebendarstellerin)
Oscar für 1998 für Marc Norman, Tom Stoppard (Drehbuch-Original)
Oscar für 1998 für Martin Childs, Jill Quertier (Ausstattung)
Oscar für 1998 für Sandy Powell (Kostüme)
Oscar für 1998 für Stephen Warbeck (Musik-Musical/Komödie)
Oscar-Nominierung für 1998 für Geoffrey Rush (Nebendarsteller)
Oscar-Nominierung für 1998 für John Madden (Regie)
Oscar-Nominierung für 1998 für Richard Greatex (Kamera)
Oscar-Nominierung für 1998 für NN (Ton)
Oscar-Nominierung für 1998 für David Gamble (Schnitt)
Oscar-Nominierung für 1998 für Lisa Westcott (Make Up)