INHALT: London 1593: Der junge William Shakespeare (Joseph Fiennes)
kommt mit seinem neuen Stück "Romeo und Ethel, Tochter des
Piraten" nicht weiter. Er hat keine Muse, die seine Schreibblockade
lösen könnte und Theaterleiter Philip Henslowe (Geoffrey
Rush) setzt ihm zu, endlich etwas Komödiantisches abzuliefern.
Da taucht die als Junge verkleidete Viola (Gwyneth Paltrow) auf, um
in der Theatergruppe mitwirken zu können, da Theaterspielen
für Frauen noch tabu ist. Will ist sofort Feuer und Flamme
für Viola, und auch sie erliegt seinem Charme. Parallel zu
ihrer Beziehung entsteht nach und nach das Stück "Romeo &
Julia". Doch ihre Liebe wird durch den Nebenbuhler Lor Wessex
(Colin Firth) empfindlich gestört, so dass sich auch "Romeo
& Julia" - ursprünglich als Komödie angedacht - zu
einer Tragödie entwickelt. Nebenbei gilt es zudem, der
englischen Königin Elisabeth (Judi Dench) zu beweisen, dass
man eine wahre Liebesgeschichte schreiben kann ...
KRITIK: Kostümschinken - das ist für viele eine dröge Angelegenheit, bei der schöne Menschen in noch schöneren Kleidern in abermals schönerem Ambiente wandeln und eine gepflegt langweilige Geschichte erzählen ... Wenn aber schöne Menschen pointenreiche, schnelle und scharfzüngige Dialoge führen und durch zwar weniger schöne, aber umso ausdrucksstärkere Nebenfiguren unterstützt werden, wenn sich weiterhin zu den schönen Kostümen eine entfesselte Kamera gesellt und somit den Kostümschinken mit Screwball-Comedy-Elementen bereichert, dann wird aus einem lahmen verstaubten Streifen ein Filmjuwel. "Shakespeare in Love" heißt dieses Juwel, hat drei Golden Globes gewonnen, ist 13 Mal für den Oscar nominiert und somit vom Geheimtip zum Favoriten avanciert. Mindestens die Hälfte der Goldjungs hat er auch verdient, denn die pfiffige Drehbuchidee der fiktiven Geschichte, wie "Romeo & Julia" entstand, eine bezaubernde Gwyneth Paltrow ("Emma", "Ein perfekter Mord"), die prominenten Nebenrollen (von Judi "James Bond-Chefin" Dench bis Geoffrey "Shine" Rush") sowie die erlesenen Kostüme und Masken sind auf alle Fälle preiswürdig. Selbst wer mit Leben und Werk von William Shakespeare nicht vertraut ist, wird sich an den liebestollen Verwicklungen erfreuen. Shakespeare-Kenner können darüber hinaus in regelmäßigen Abständen Anspielungen zu vielen Werken des größten britischen Schriftstellers entdecken. Verblüffend, mit welcher Leichtigkeit Regisseur John Madden die Irrungen und Wirrungen der Liebe bewältigt und nebenbei den Zuschauer Teil des elisabethanischen Zeitalters werden läßt. Wenn nach zwei Stunden das Licht angeht, möchte man am liebsten sitzenbleiben und erfahren, wie Shakespeare wohl für seine restlichen Werke inspiriert worden sein könnte. Fazit: Ein ebenso gefühlvolle wie geistreiche Film-Romanze, die jetzt schon alle anderen ähnlich gelagerten Filme dieses Jahr in den Schatten stellt. Der Meister selbst hätte sicherlich Beifall geklatscht ... MEINE WERTUNG: 9 von 10
möglichen Punkten
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INHALT: London 1593: Der junge William Shakespeare (Joseph Fiennes)
kommt mit seinem neuen Stück "Romeo und Ethel, Tochter des
Piraten" nicht weiter. Er hat keine Muse, die seine Schreibblockade
lösen könnte und Theaterleiter Philip Henslowe (Geoffrey
Rush) setzt ihm zu, endlich etwas Komödiantisches abzuliefern.
Da taucht die als Junge verkleidete Viola (Gwyneth Paltrow) auf, um
in der Theatergruppe mitwirken zu können, da Theaterspielen
für Frauen noch tabu ist. Will ist sofort Feuer und Flamme
für Viola, und auch sie erliegt seinem Charme. Parallel zu
ihrer Beziehung entsteht nach und nach das Stück "Romeo &
Julia". Doch ihre Liebe wird durch den Nebenbuhler Lor Wessex
(Colin Firth) empfindlich gestört, so dass sich auch "Romeo
& Julia" - ursprünglich als Komödie angedacht - zu
einer Tragödie entwickelt. Nebenbei gilt es zudem, der
englischen Königin Elisabeth (Judi Dench) zu beweisen, dass
man eine wahre Liebesgeschichte schreiben kann ...