Requiem für eine romantische Frau

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Requiem für eine romantische Frau
Genre: Melodram
Farbe, Deutschland, 1999, FSK 12

Kino Deutschland: 1999-03-18
Laufzeit Kino: 99 Minuten
Kinoverleih D: TiMi

VHS-Cover
VHS-Cover Video Deutschland: 2001-07-19
Laufzeit Video: 99 Minuten
Anbieter: absolut Medien


Szenenfoto Im Sommer 1807 stolpert Clemens Brentano in die extremste Liebesgeschichte seines Lebens. Die Frau, die sich ihm - knapp siebzehn Jahre als - "mit schrecklicher Gewalt" an den Hals wirft, heißt Auguste Bußmann.

Aus dem skandalösen Abenteuer wird die zweite Ehe des Dichters, aus der Ehe ein Kampf bis aufs Messer. Auguste Bußmann ist entschlossen, im täglichen Leben zu verwirklichen, was die Romantiker in Gedichten, Romanen, Briefen und Blütenstaubfragmenten verkünden. Sie will nicht wahrhaben, dass zwischen Liebe und Literatur, Kunst und Leben, Utopie und bürgerlichem Alltag nach wie vor ein Abgrund liegt.

Ist sie am Ende im Kreis der Arnims und Savignys, der Grimms und Brentanos die einzige wirkliche Romantikerin?


SzenenfotoDarsteller: Sylvester Groth (Clemens Brentano), Janina Sachau (Auguste Bußmann), Jeanette Hain (Bettine Brentano, spätere von Arnim), Felix von Manteuffel (Simon Moritz Bethmann), Anian Zöllner (Achim von Arnim), Edgar Selge (Friedrich Karl von Savigny), Renee Dumont (Jakob Grimm), Max Urlacher (Wilhelm Grimm), Jan Gregor Kremp (Karl Jordis), Stefan Witschi (Georg Brentano)

Regie: Dagmar Knöpfel

Stab: • Produzenten: Dagmar Knöpfel für Dagmar Knöpfel Filmproduktion • Drehbuch: Dagmar Knöpfel • Vorlage: Treatmen von Hans Magnus Enzensberger • Filmmusik: Joschi Schumann • Kamera: Igor Luther • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Silke Buhr, Anette Ingerl • Schnitt: Edith Eisenstecken • Kostüme: Birgitta Lohrer • Make Up: Tatjana Krauskopf • Ton: William Franck • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 05/1999: Ein Film über das Mißverhältnis zwischen einer auf ihre Körperlichkeit und Lust fixierten Frau und einem auf den Intellekt konzentrierten Mann, der sich unfähig zeigt, seine in der eigenen Literatur entworfenen radikalen Lebensentwürfe auch selbst auszuleben. Der als Melodram angelegte Stoff leidet an einer eintönigen Dramaturgie, die die Grundkonstellation der Geschichte immer wieder nur variiert. Sehenswert ist die herausragende Kameraarbeit, die den Zusammenprall von Natürlichkeit und Strenge optisch transparent macht.

SzenenfotoCinema 03/1999: Die Liebe eines Poeten zur seiner blutjungen Freundin zeigt den Unterschied von Dichtung und Wahrheit.


SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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