Eine schwarz-weiße Welt: Alle Männer sind Killer, alle Frauen Huren und alle Cops korrupte Gauner. In einer solchen Welt dauert es nicht lange, bis ein Mann im Dschungel der Großstadt die Nerven verliert - besonders wenn er auf Rache sinnt. Doch wer in dieser Stadt auf Rache aus ist, muß aufpassen, dass er nicht selbst unter die Räder kommt.
Leichter hätte der Coup gar nicht laufen können: die Kohle war bereits heiß. Als die beiden Diebe Porter und Val Resnick sie sich unter den Nagel reißen, kann sie nicht noch heißer werden.
Doch dann wird es Zeit, die Beute zu teilen, und Val macht drei Fehler: er klaut Porters Anteil, er klaut Porters Frau ... und er versucht, Porter umzulegen. Porter überlebt, und als er wieder auf zwei Beinen stehen kann, ist er nicht mehr derselbe. Für ihn gibt es keine Kompromisse mehr - und kein Erbarmen. Er will sein Geld wieder haben, ganz egal wie.
Vals neue Bosse sind die Paten eines Verbrecher-Syndikats namens "The Outfit", und auch sie müssen die schmerzliche Erfahrung machen: Wer Porter kaltmachen will, sollte sicherstellen, dass er auch wirklich tot ist!
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Filmkritik von Gerhard Heeke
Filmkritik von Peter Halm
Dirk Jasper FilmLexikon: Superstar Mel Gibson in einer Paraderolle.
TV Movie 06/1999: Von der düsteren Grundstimmung und der Grundgeschichte abgesehen, haben John Boormans Klassiker "Point Black" mit Lee Marvin und "Payback" wenig gemein. Brian elgelands Film ist ein zynischer Thriller mit ausgeprägtem Hang zum Sadismus. dass die extremen Gewaltszenen durch grimmigen Humor abgemildert werden, wird sensible Naturen wenig trösten. Einen Mann wie Mel Gibson hat der konsequent böse Film denn auch bitter nötig gehabt. Selbst als Killermaschine wirkt der Kerl sympathisch.
film-dienst 05/1999: Spannend inszenierte, wenngleich harte Rachegeschichte, die ihren Unterhaltungswert aus der Balance zwischen Thrillerhandlung und schwarzer Komödie bezieht. Die konsequente bildliche Stilisierung des Schauplatzes Chicago sowie die Besetzung der Hauptrolle genen die bislang üblichen Leinwandcharaktere des Darstellers bieten zusätzlichen Reiz.
Die Woche 1999-03-12: Nun wollte Gibson unbedingt einen skrupelloser Gangster spielen und hat sich dafür ausgerechnet das Remake von John Boormans "Point Blank" von 1967 ausgesucht, den wohl radikalsten Abgesang auf das in die Unterwelt gespiegelte Wertesystem des von Konzernen beherrschten amerikanischen Nachkriegskapitalismus. Damals spielte Lee Marvin den erbarmungslosen Einzelgänger, der nur von seinen männlichen Sekundärtugenden zusammengehalten wird.
kultur SPIEGEL 03/1999: Diese Variation des Lee-Marvin-Thrillers "Point Blank" schwelgt in Brutalität und Selbstironie. Spannung kommt allerdings kaum auf, denn schnell wird klar: Außer Gibson sind alle Beteiligten Idioten und werden daher umgehend erschossen.
TV Spielfilm 06/1999: Brutal, witzig und unsagbar cool! Damit kommt nur einer durch: Mel "the pal" Gibson!