Gerhard Heeke über Payback - Zahltag

Szenenfoto "Payback - Zahltag" - wonach Porter (Mel Gibson) der Sinn steht. Man hat ihn um sein Geld betrogen und das will er mit aller Macht wieder haben. Dabei hätte alles so glatt laufen sollen.

Zusammen mit seinem Kumpel Val Resnick (Gregg Henry) überfällt er eine chinesische Gang. Dabei fallen den beiden 140.000 Dollar in die Hände. Ausgemacht war Halbe-Halbe. Aber das reicht Resnick, der beim Syndikat verschuldet ist, nicht aus. Vals merkwürdiges Verhalten läßt auch Porter vorsichtig agieren. Womit er aber nicht gerechnet hat, dass ihm ausgerechnet seine Frau Lynn in den Rücken fällt. Val hatte hinter Porters Rücken ein Verhältnis mit ihr angefangen. Lynn schießt ihn hinterrücks nieder und macht sich mit Val aus dem Staub. Aber Porter ist ein zäher Kerl. Er überlebt den Anschlag und läßt sich von einem "Straßendoktor" zurechtflicken. Er sucht seine Frau Lynn auf, die nach wie vor drogenabhängig ist. Porter nimmt ihr das Heroin weg. Was er aber nicht weiß, ist das sie in einem Geheimversteck einen Notvorrat angelegt hat. Und mit diesem Notvorrat setzt sich Lynn den Goldenen Schuß. Porter macht sich nun auf der Suche nach Val. dass sich bei dieser Suche zwei korrupte Polizisten, die beklaute chinesische Gang und das Syndikat selbst einschalten macht die Sache nicht unbedingt einfacher ...

Mel Gibson spielt in "Payback" einen eigentlich sehr unsympathischen Typen. Der Held ist ein Bösewicht! dass er besser als die anderen Gangster ist, macht die Sache nicht unbedingt besser. Aber die Rolle ist Mel Gibson wie auf dem Leib geschneidert und er spielt die Figur in seiner gewohnt lockeren Art. Aber auch Gregg Henry, in der Rolle des Val Resnick, macht seine Sache sehr gut. Er verknüpft die bedrohliche, sadistische Seite Vals mit der komischen Seite dieser Filmfigur und macht sie so lebensnah. Auch die restliche Besetzung ist sehr stimmig. Alles talentierte, teilweise auch schon bekannte, Leute, an deren Gesichtern man sich noch nicht satt gesehen hat.

Gut gefallen hat mir auch die Stimmung, die die Kamera und die Ausstatter dem Film verpaßt haben. Überall blasse, dunkle Farben, aber ohne dadurch direkt eine düstere "Nachtstimmung" zu verbreiten, in der man kaum etwas erkennt.

Überhaupt stimmt bei dieser Produktion die Mischung. Die Geschichte ist sehr spannend aber zugleich auch witzig. Die Story wird straff und ohne Hänger erzählt. Die Charaktere sind interessant, wenn auch nicht unbedingt tiefschürfend, gestaltet. Die Action kommt an den richtigen Stellen und ist nicht bis ins letzte übertrieben. Alles in allem genau die Mischung, die man von einem sehr erfreulichen Kinoabend erwarten kann.

Fazit: Spannend, lustig mit der richtigen Portion Action: Sehenswert

9 von 10 Lohntüten

© Gerhard Heeke © 1994 - 2009 Dirk Jasper