Pünktchen und Anton

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Pünktchen und Anton
Genre: Kinderfilm
Farbe, Deutschland, 1999

Kino Deutschland: 1999-03-11
Laufzeit Kino: Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista



Szenenfoto Pünktchen und Anton sind dicke Freunde. Und am liebsten würden die Zehnjährigen jede freie Minute gemeinsam verbringen. Doch Antons Leben ist nicht so sorgenfrei wie das seiner Freundin aus der Luxusvilla am Rande der Stadt. Seine alleinerziehende Mutter ist seit Wochen krank. Damit ihr Job in der Eisdiele nicht flöten geht, hat Anton ihren Platz dort eingenommen.

Pünktchen, das aufgeweckte Chirurgen-Töchterchen mit kessem Mundwerk und gutem Herz, setzt alles daran, ihrem Freund zu helfen. Bei ihrem Vater stoßen Antons Probleme auf taube Ohren, ihrer Mutter haben die Wohltätigkeits-Veranstaltungen in Afrika und Asien den Blick für die Sorgen in nächster Umgebung verstellt. Pünktchen schmiedet also einen Plan ...


SzenenfotoDarsteller: Elea Geissler (Pünktchen), Max Felder (Anton), Juliane Köhler (Bettina Pogge), August Zirner (Richard Pogge), Meret Becker (Elli Gast), Sylvie Testud (Laurence), Gudrun Okras (Dicke Bertha), Benno Fürmann (Carlos), Michael Hanemann (Lehrer Bremser), Helmfried von Lüttichau (Giovanni), Vincent Aydin (Ricky), Florian Wiechmann (Charly), Thomas Holtzmann (Mann im Pfandhaus)

Regie: Caroline Link

Stab: • Produzenten: Peter Zenk, Uschi Reich für Lunaris Film / Bavaria • Drehbuch: Caroline Link • Vorlage: Jugendbuch "Pünktchen und Anton" von Erich Kästner • Filmmusik: Niki Reiser • Kamera: Torsten Breuer • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Susann Bieling • Schnitt: Patricia Rommel • Kostüme: Katharina von Martins • Make Up: Stephanie Hilke, Nanni Gebhardt-Seele • Ton: Thomas Bastian • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Dirk Jasper FilmLexikon: Mit pointierten Dialogen, Witz und erzählerischem Tempo hat Caroline Link ("Jenseits der Stille") das Kinder- und Jugendbuch von Erich Kästner aus den 30er Jahren als moderne, dramatisch-heitere Komödie unserer Zeit adaptiert.

TV Movie 06/1999: Erich Kästner, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, schrieb mit "Pünktchen und Anton" eine moralische Erzählung aus der Berliner Klassengesellschaft von 1931. Caroline Link gelang der Balanceakt, die Story den sozialen Verhältnissen von heute anzupassen, ohne dabei Kästners Grundidee von kindlicher Solidaritat zu verwässern. Die Dialoge sind witzig, die Besetzung ist stark (klasse: Meret Becker als Mutter). Bisweilen driftet die Story allerdings ins Märchenhafte ab. Doch darüber retten die beiden Hauptdarsteller erfrischend natürlich hinweg.

SzenenfotoDie Woche 1999-03-12: Aber muß die Botschaft von der geteilten Freunde, die Pünktchen beim Urlaub mit Anton, der vom Geldmangel geheilten Frau Gast und den vom Narzissmus genesenen Pogges gefährt, so ausgewogen sein? Für Kinder jedenfalls dürfte die emotionale Tarifpolitik dieses Filmes keine reine Freude sein. Wenn Papa x Prozent weniger arbietet und Mama y Prozent weniger in der Weltgeschichte herumjettet, ist das in einer Zeit, in der so viele arbeitslos sind, ein Glasperlenspiel. So ist "Pünktchen und Anton" eine Kästner-Verfilmung ohne Kästner. Aber ein Caroline-Link-Film.

Szenenfotofilm-dienst 05/1999: Ein sympathisches Plädoyer für Freundschaft und Loyalität sowie für mehr Gerechtigkeits- und Wirklichkeitssinn, das einfühlsam den Gefühlsgaahalt der Fabel herausarbeitet. Unspektakkulär inszeniert und von den erwachsenen Darstellern erfreulich zweckdienlich gespielt, entwickelt sich der Film als flotte Familienunterhaltung mit einigen reizvollen Musikeinlagen.

kultur SPIEGEL 03/1999: Mit ihrem Kino-Debüt "Jenseits der Stille" wurde die Regisseurin Caroline Link für den Oscar nominiert. Das wird diesem Film nicht passieren. Zu niedlich die Kinderdarsteller, zu altbacken die Kästnerschen Scherze und Charaktere, Die "German Classixs" von Sat 1 lassen grüßen. Schade, denn mit den Mutterfiguren Juliane Köhler und Meret Becker beweisst Lind, dass sie moderne Charaktere zeichnen kann.

Cinema 03/1999: Caroline Link gelingt eine anrührende Neuverfilmung des Kinderbuchklassikers von Erich Kästner.

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