Pünktchen und Anton sind dicke Freunde.
Und am liebsten würden die Zehnjährigen jede freie Minute
gemeinsam verbringen. Doch Antons Leben ist nicht so sorgenfrei wie
das seiner Freundin aus der Luxusvilla am Rande der Stadt. Seine
alleinerziehende Mutter ist seit Wochen krank. Damit ihr Job in der
Eisdiele nicht flöten geht, hat Anton ihren Platz dort
eingenommen.
Pünktchen, das aufgeweckte
Chirurgen-Töchterchen mit kessem Mundwerk und gutem Herz,
setzt alles daran, ihrem Freund zu helfen. Bei ihrem Vater
stoßen Antons Probleme auf taube Ohren, ihrer Mutter haben die
Wohltätigkeits-Veranstaltungen in Afrika und Asien den Blick
für die Sorgen in nächster Umgebung verstellt.
Pünktchen schmiedet also einen Plan ... Darsteller: Elea Geissler
(Pünktchen), Max Felder (Anton), Juliane Köhler (Bettina
Pogge), August Zirner (Richard Pogge), Meret Becker (Elli Gast),
Sylvie Testud (Laurence), Gudrun Okras (Dicke Bertha), Benno Fürmann
(Carlos), Michael Hanemann (Lehrer Bremser), Helmfried von
Lüttichau (Giovanni), Vincent Aydin (Ricky), Florian Wiechmann
(Charly), Thomas Holtzmann (Mann im Pfandhaus)
Regie: Caroline Link Stab: • Produzenten:
Peter Zenk, Uschi Reich für Lunaris Film / Bavaria •
Drehbuch: Caroline Link • Vorlage: Jugendbuch "Pünktchen und
Anton" von Erich Kästner • Filmmusik: Niki Reiser • Kamera:
Torsten Breuer • Spezialeffekte: - • Ausstattung:
Susann Bieling • Schnitt: Patricia Rommel •
Kostüme: Katharina von Martins • Make Up: Stephanie
Hilke, Nanni Gebhardt-Seele • Ton: Thomas Bastian •
Toneffektschnitt: - • Stunts: - • Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Mit pointierten Dialogen, Witz und erzählerischem Tempo hat Caroline Link ("Jenseits der Stille") das Kinder- und Jugendbuch von Erich Kästner aus den 30er Jahren als moderne, dramatisch-heitere Komödie unserer Zeit adaptiert. TV Movie 06/1999: Erich Kästner, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, schrieb mit "Pünktchen und Anton" eine moralische Erzählung aus der Berliner Klassengesellschaft von 1931. Caroline Link gelang der Balanceakt, die Story den sozialen Verhältnissen von heute anzupassen, ohne dabei Kästners Grundidee von kindlicher Solidaritat zu verwässern. Die Dialoge sind witzig, die Besetzung ist stark (klasse: Meret Becker als Mutter). Bisweilen driftet die Story allerdings ins Märchenhafte ab. Doch darüber retten die beiden Hauptdarsteller erfrischend natürlich hinweg.
kultur SPIEGEL 03/1999: Mit ihrem Kino-Debüt "Jenseits der Stille" wurde die Regisseurin Caroline Link für den Oscar nominiert. Das wird diesem Film nicht passieren. Zu niedlich die Kinderdarsteller, zu altbacken die Kästnerschen Scherze und Charaktere, Die "German Classixs" von Sat 1 lassen grüßen. Schade, denn mit den Mutterfiguren Juliane Köhler und Meret Becker beweisst Lind, dass sie moderne Charaktere zeichnen kann. Cinema 03/1999: Caroline Link
gelingt eine anrührende Neuverfilmung des Kinderbuchklassikers
von Erich Kästner.
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Pünktchen und Anton sind dicke Freunde.
Und am liebsten würden die Zehnjährigen jede freie Minute
gemeinsam verbringen. Doch Antons Leben ist nicht so sorgenfrei wie
das seiner Freundin aus der Luxusvilla am Rande der Stadt. Seine
alleinerziehende Mutter ist seit Wochen krank. Damit ihr Job in der
Eisdiele nicht flöten geht, hat Anton ihren Platz dort
eingenommen.
Darsteller: Elea Geissler
(Pünktchen), Max Felder (Anton), Juliane Köhler (Bettina
Pogge), August Zirner (Richard Pogge), Meret Becker (Elli Gast),
Sylvie Testud (Laurence), Gudrun Okras (Dicke Bertha),
Filmkritiken
Die Woche 1999-03-12: Aber muß die Botschaft von der
geteilten Freunde, die Pünktchen beim Urlaub mit Anton, der
vom Geldmangel geheilten Frau Gast und den vom Narzissmus genesenen
Pogges gefährt, so ausgewogen sein? Für Kinder jedenfalls
dürfte die emotionale Tarifpolitik dieses Filmes keine reine
Freude sein. Wenn Papa x Prozent weniger arbietet und Mama y
Prozent weniger in der Weltgeschichte herumjettet, ist das in einer
Zeit, in der so viele arbeitslos sind, ein Glasperlenspiel. So ist
"Pünktchen und Anton" eine Kästner-Verfilmung ohne
Kästner. Aber ein Caroline-Link-Film.
film-dienst 05/1999: Ein sympathisches Plädoyer
für Freundschaft und Loyalität sowie für mehr
Gerechtigkeits- und Wirklichkeitssinn, das einfühlsam den
Gefühlsgaahalt der Fabel herausarbeitet. Unspektakkulär
inszeniert und von den erwachsenen Darstellern erfreulich
zweckdienlich gespielt, entwickelt sich der Film als flotte
Familienunterhaltung mit einigen reizvollen
Musikeinlagen.