Familiensache

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Familiensache
Titel USA: One True Thing
Genre: Melodram
Farbe, USA, 1998

Kino Deutschland: 1999-03-18
Kino USA: 1998-09-18
Laufzeit Kino: 127 Minuten
Kinoverleih D: UIP

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1999-09-16
Kaufkassette: 2000-03-27
Laufzeit Video: 122 Minuten
Anbieter: Universal

DVD Deutschland: 1999-09-23
Laufzeit DVD: 122 Minuten
Anbieter: Columbia Tristar



Szenenfoto Es beginnt mit einer Geburtstagsfeier für George Gulden, College-Professor und Schriftsteller mit großen Ambitionen, einen Roman zu schreiben. Sein Interesse gilt aber auch ebenso seinen Studentinnen. Seine Frau Kate, die diese Feier in gewohnter organisatorischer Manier ausgerichtet hat, ist sehr stolz auf ihren Mann und ihre beiden Kinder.

Ellen, die als Harvard-Absolventin erfolgreich in New York arbeitet, ist von dem Getue ihrer Mutter meistens peinlich berührt. Ihren Vater aber vergöttert sie nahezu. Ihr Bruder Brian konnte dem Leistungsdruck des Vaters nie standhalten. Nachdem er nun den Kurs in englischer Literatur verhauen hat, traut er sich nicht, es dem Vater zu beichten.

Szenenfoto Als Kate sich einer Krebsoperation unterziehen mußs, verlangt George, dass Ellen New York verlassen und wieder zu Hause in New Jersey einziehen soll, um ihre Mutter zu pflegen. Zunächst ist die ambitionierte Karrierefrau ob dieses Anliegens entrüstet, beugt sich aber schließlich doch dem Willen ihres Vaters. Wie sich bald herausstellt, ist der Wunsch des Vaters eher egoistischer motivierter Natur.

Die im Haushalt ungeschickte Ellen ist entsetzt, als sie mit einem Mal gezwungen ist, das Leben ihrer Mutter zu leben, das sie eigentlich immer verabscheut hat. Kate versucht sich von der Krankheit nicht unterkriegen zu lassen. In der Familie wachsen die Spannungen und Verzweiflung. Langsam beginnt aber eine emotionale Annäherung zwischen Kate und Ellen. Ellen fängt an, ihren verehrten, aber durchaus egoistischen Vater, der immer noch seine Affären mit Studentinnen pflegt, in einem anderen realistischeren Licht zu sehen.

Als die Mutter stirbt, wird bei der Autopsie eine Überdosis Morphium entdeckt ...


SzenenfotoDarsteller: Meryl Streep (Kate Gulden), Renee Zellweger (Ellen Gulden), William Hurt (George Gulden), Tom Everett Scott (Brian Gulden), Lauren Graham (Jules), Nicky Katt (Jordan Belzer), James Eckhouse (District Attorney), Patrick Breen (Mr. Tweedy), Gerrit Graham (Oliver Most), David Byron (Senator Sullivan), Stephen Peabody (Harold), Lizabeth MacKay (Dr. Cohen)

Regie: Carl Franklin

Stab: • Produzenten: Harry Ufland, Jesse Beaton • Drehbuch: Karen Croner • Vorlage: Roman von Anna Quindlen • Musik: Cliff Eidelman • Kamera: Declan Quinn • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Paul Peters • Schnitt: Carole Kravetz • Kostüme: Donna Zakowska • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Turbulent, humorvoll, bissig, aber auch bewegend schildert dieser Film-Hochkaräter, wie familiäres Krisenmanagement eine Karrierefrau auf die Palme bringt. Dabei geht es nur darum, ihren geplagten Eltern zu zeigen, was Liebe ist.

TV Movie 06/1999: Nach Seite an Seite mit Susan Sarandon kommt jetzt das zweite Familien-Melodram mit krankheitsbedingtem Tod in die Kinos. Meryl Streep verkörpert das Urbild der amerikanischen Hausfrau, die sich für ihre Familie aufopfert und gerade deswegen von der Karrierebewußten Tochter nicht akzeptiert wird - ein moderner Mutter-Tochter-Konflik. Trotz hervorragender schauspielerischer Leistungen vermag der Film jedoch nicht durchgängig zu fesseln. Kein Wunder: Ein 130minütiges Loblied auf Mütter wäre wohl selbst dem Papst zu lang.

Szenenfotokultur SPIEGEL 03/1999: Meryl Streep als krebskranke Mutter, wer möchte da nicht mitleiden? Ihre Tochter, die Journalistin Ellen (Renee Zellweger), fühlte sich vom Schriftsteller-Daddy (William Hurt) nie ernst genommen. Jetzt muß sie Krankenschwester spielen und übernimmt zähneknirschend die Rolle der sorgenden Hausfrau. Dem Regisseur Carl Franklin gelang eine sentimentale, aber ehrliche Familienstudie.

film-dienst 06/1999: Ein feinfühliger Film über einen innerfamiliären Heilungsprozeß, der geschickt die Balance zwischen Nähe und Distanz zu den Charaktere hält und durch die Idealbesetzung der Hauptfiguren zu einer überzeugenden Einheit findet.

Cinema 03/1999: Durch die Pflege ihrer todkranken Mutter findet eine junge Karrierefrau zu ihrer Familie und zu sich selbst.

TV Spielfilm 06/1999: Bewegendes, aber fast nie rührseliges Familien drama um Eltern, Kinder und Verantwortung.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1998 für Meryl Streep (Hauptdarstellerin)

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