"Patch Adams" mit Robin Williams gehört zu den wenigen Filmen,
die in mir beim zuschauen überhaupt nichts ausgelöst
haben. Das finde ich schade, denn die Geschichte des wahren Patch
Adams ist dafür viel zu wichtig und interessant.
Bei einem freiwilligen Aufenthalt in einer Psychiatrischen Klinik fällt Hunter "Patch" Adams auf, dass die Ärzte sich ausschließlich auf die medizinischen Belange konzentrieren. Der Patient als Mensch wird nicht beachtet. Er ist schockiert von der Gleichgültigkeit und beschließt selber ein Medizinstudium zu absolvieren. Auf der Universität wird er nicht gerade willkommen geheißen. Er ist schon recht alt und sein unkonventionelles Auftreten wird mit Befremdung zur Kenntnis genommen. Insbesondere dem Dekan Walcott ist er ein Dorn im Auge. Er ist das genaue Gegenteil dessen, was dieser sich unter einem Mediziner vorstellt. Patch lernt bei einer Vorlesung seine Kommilitonin Carin (Monica Potter) kennen und lieben. Aber auch diese gibt sich anfangs sehr spröde und beginnt nur langsam aufzutauen. Patch stört es, dass er erst ab dem dritten Jahr Kontakt zu den Patienten haben darf. Entgegen der Vorschriften sucht er den Kontakt zu den Patienten. Er ist der festen Überzeugung das Lachen die beste Medizin ist. Und so versucht er mit allerlei komödiantischen Einlagen die Patienten aufzuheitern und wenigstens für einige Augenblicke von ihrem Leiden abzulenken. Der Film beschreibt das Leben eines Mannes, der für seine Ideale einsteht und auch kämpfen kann. Die Schulmedizin ist von Menschen wie ihm sicherlich beeinflußt worden. Sonst würden nicht heute in Krankenhäusern Clowns mit therapeutischer Ausbildung als begleitende Maßnahme eingesetzt. Aber die Filmgeschichte bleibt trivial. So einfach wie im Film ist es nunmal nicht. So gut es Patch Adams schafft, die Patienten in seinem Bann zu ziehen, so schlecht ist es diesem Film gelungen. Er hat mich reichlich desinteressiert zurückgelassen. Der Film plätschert ohne richtige Höhen und Tiefen vor sich hin. Der Funke ist nicht übergesprungen. Der Geschichte fehlte irgendwo der richtige Pep. Und dies konnte auch durch Robin Williams Clownerien nicht wettgemacht werden. Die Persönlichkeit von Adams ist für meinen Geschmack zu eindimensional geblieben. Fazit: Der Film ist nicht wirklich so schlecht wie die Kritik bis jetzt geklungen hat. Er ist "nett", aber zu mehr kann ich mich leider nicht aufraffen. 4 von 10 Clowns in Weiß PS: Backgroundinfo: Die
krebskanken Kinder im Film sind dies auch im echten Leben.
Über "Wünsch-Dir-was" Gesellschaft, bei der sich Robin
Williams stark engagiert, wurde ihnen der Filmauftritt
ermöglicht.
|

"Patch Adams" mit Robin Williams gehört zu den wenigen Filmen,
die in mir beim zuschauen überhaupt nichts ausgelöst
haben. Das finde ich schade, denn die Geschichte des wahren Patch
Adams ist dafür viel zu wichtig und interessant.