Meschugge

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Interview mit Dani Levy und Maria Schrader •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Meschugge
Genre: Thriller
Farbe, Deutschland, 1999, FSK 12

Kino Deutschland: 1999-03-11
Laufzeit Kino: 107 Minuten
Kinoverleih D: Jugendfilm

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1999-09
Kaufkassette: 2000-01-13
Laufzeit Video: 104 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox


Szenenfoto Alte Verbrechen sind nicht vergessen, neue Vergehen bringen es an den Tag. Eine tote Frau in einem New Yorker Hotel gibt Rätsel auf: War es ein Unfall oder wurde sie gar eliminiert?

David Fish, der Sohn der Toten macht sich mit dem zwielichtigen Anwalt Kaminski in der Hitze New Yorks daran, dem Fall nachzuspüren. Dabei stoßen sie auf die deutsche Set-Designerin Lena Katz, die die Tote im Hotel gefunden hat.

Szenenfoto Im Laufe der Ermittlungen wachsen nicht nur Kaminskis Verdächtigungen gegen Lenas eigene Familie und die Leidenschaft der Betroffenen, David und Lena, füreinander, sondern auch Lenas Angst vor einer Entdeckung: es sind Schatten aus der Vergangenheit, die weiter zurückliegen als Lena und David alt sind und die ihre beiden Familien aus einer jahrzehntelangen Idylle herausreißen.

Gefangen in ihren Gefühlen und der Angst vor der Wahrheit, kommen Lena und David schließlich hinter ein Verbrechen, das ihre Familien auf tragische und schicksalhafte Weise miteinander verbindet. So ist es die Ironie des Schicksals, dass Lena und David schon eine gemeinsame Vergangenheit verbindet, noch bevor ihre gemeinsame Zukunft begonnen hat.


SzenenfotoDarsteller: Maria Schrader (Lena Katz), Dani Levy (David Fish), David Strathairn (Charles Kaminski), Nicole Heesters (Lenas Mutter), Jeffrey Wright (Win), Lukas Ammann (Eliah Goldberg), Paul Butler (Lieutenant Lynch), Lynn Cohen (Davids Mutter), Marcia Jean Kurtz (Rita Teichmann), Mario Giacalone (Detective Pucci), Daniel Mastroianni (Menachem Fish)

Regie: Dani Levy

Stab: • Produzenten: Stefan Arndt, Dani Levy für X-Filme Creative Pool GmbH • Drehbuch: Maria Schrader, Dani LevyVorlage: - • Filmmusik: Niki Reiser • Kamera: Carl F. Koschnick • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Volker Schaefer, Teresa Mastropierro • Schnitt: Sabine Hoffmann, Dani Levy, Ueli Christen • Kostüme: Ingrid Bendzuk • Make Up: Sabine Lidl • Ton: Raoul Grass • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Peter Halm

Dirk Jasper (CyberKino) "Meschugge" ist ein leidenschaftlicher Thriller über eine Freundschaft mit Folgen, ein Netz voller Lügen und die schicksalhafte Begegnung zweier Menschen, deren Vergangenheit verbindet, deren Liebe es aber erst ist, die sich über die Abgründe der Vergangenheit erhebt.

TV Movie 06/1999: In jeder Szene spürt man das Herzblut, mit dem das kreative Paar "Meschugge" gedreht hat. Auch das Holocaust-Thema geht unter die Haut. Doch die Handlungsstränge pendeln zu sehr zwischen Thriller-Spannung und romantischem Herzknistern, um wirklich zu berühren. Sicherlich immer noch interessanter als Hollywood-Dutzendware, aber der gute Wille ist zu spürbar, und vieles wirkt etwas zu gewollt.

SzenenfotoDie Woche 1999-03-12: Dieser Plot könnte Anlass sein für einen brillanten Thriller über menschliche Abgründe und historische Nachbeben. Der Stoff, den Levy und schrader selbst entwickelt haben, krankt aber an der Liebe: Statt die erzählerische Spannung zu mutzen, die sich aus der individuellen Konfrontation mit Schuld, Grausamkeit, Verdrängung und Ohnmacht wie selbstverständlich ergibt, wollen Levy und Schrader ihre Liebesgeschichte erzählen.

film-dienst 05/1999: Der Stoff wurde zum Politthriller verdichtet, zugleich aber vieler realistischer und logischer Elemente beraubt. So reihen sich Unwahrscheinlichkeiten aneinander, viele Figuren nehmen klischeehafte Züge an. Trotz des großen technischen Aufwandes wirkt das Ergebnis politisch naiv und entsprechend zwiespälig.

SzenenfotoCinema 03/1999: Die hintergründige Love-Story ist die bislang beste Arbeit des Berliner Kreativ-Teams Dani Levy und Maria Schrader.

TV Spielfilm 06/1999: Thriller und Geschichtsbewältigung zugleich; faszinierender Umgang mit heiklem Thema.

Dirk Jasper FilmLexikon
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