Japan in der nahen Zukunft: Die wiedergeborene
Seele des Samurais Heishiro blickt 300 Jahre zurück auf ein
Ereignis, das sein Leben veränderte. Japan in der
Edo-Ära. In dieser friedvollen Zeit gab es über
Jahrhunderte keine Kriege.
Doch im Jahre 1696 herrscht Aufruhr im Nagashima Clan, da das Schwert des Shoguns gestohlen wurde. Der Dieb ist der Samurai Kazamatsuri, der eigentlich die Schätze des Clans bewachen sollte. Kanzen, der Oberste Rat des Clans, beschließt, ein Duplikat des Schwertes herzustellen.
Kaum genesen, sinnt Heishiro nach
Vergeltung. Doch bis es zum großen Kampf kommt,
überschlagen sich die Ereignisse. Der jugendliche held
Heishiro lernt auf bezaubernde Weise, dass ein echter Samurai mehr
als nur ein guter Schwertkämpfer ist ... Darsteller: Mitsuru Fukikoshi (Heishiro
Inukai), Tomoyasu Hotei (Rannosuke Kazamatsuri), Morio Kazama
(Hanbei Mizoguchi), Tamaki Ogawa (Koharu), Mari Natsuki
(Okatsu)
Regie: Hiroyuki Nakano Stab: • Produzenten: Takaaki Ezaki, Hiroto Kimura,
Kaoru Hayashi für Samurai Fiction Production Committee •
Drehbuch: Hiroshi Saito • Vorlage: - • Filmmusik: Tomoyasu Hotei •
Kamera: Yujiro Yajima • Spezialeffekte: - •
Ausstattung: - • Schnitt: Kiyoharu Miyazaki, Hiroyuki Nakano
• Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - •
Toneffektschnitt: - • Stunts: - • Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: "Samurai Fiction" ist eine Synthese aus dem traditionellen Samurai-Film und heutigen modernen Erzählformen, zu denen auch Musikvideo-Clips gehören. Zooms, Kamerafahrten, Slow-Motion, Zeitraffer, die "rote Farbdramaturgie" und vor allem die Unterlegung des Films mit Musik von Hotei machen den Film zu einem neuartigen Kinoerlebnis, visuell perfekt und mit einem bezaubernden Erzählstil. kultur SPIEGEL 04/1999: Der Meisterkrieger Kazamatsuri (Tomoyasu Hotei) entwendet seinem Arbeitgeber das heilige Schwert, und dessen hitzköpfiger Sohn Heishiro (Mitsuru Fukikoshi) macht sich auf, den Dieb im Zweikampf zu stellen. Der klassische Stoff wurde durch die postmoderne Mangel gedreht: Die Mätresse des Schurken ist frech wie Madonna, im Soundtrack wehen luftige Rockgitarren-Riffs, und die Helden leiden an Depressionen oder Nasenbluten. Trotz einiger Längen und Manierismen ein exzellent gefilmter Spaß von Hiroyuki Nakano.
film-dienst 07/1999: Auf dem Handlungsgerüst einer klassischen Samurai-Geschichte aufbauend und mit entsprechenden schwarz-weiß Bildern ausgestattet, bricht der Film nicht nur diese Tradition auf, indem er die Tragödie mit komödiantischen Elementen versetzt; mit derselben stilistischen Raffinesse schlägt er auch eine Brücke zur heutigen, von Musikvideos beeinflußten Bildersprache und kombiniert diese mit zeitgenössischer Popmusik. Cinema 04/1999: Der japanische Videoclip-Regisseur Hiroyuki Nakano experimentiert mit einer Story um einen Samurai und ein geraubtes Schwert, Rock'n'Roll und Schwarzweißbilder. Interessante Mischung. Blickpunkt Film: Ein Samurai-Film der etwas anderen Art
im japanischen Original mit Untertiteln. Das Rock'n Roll-Roadmovie
beeindruckt durch seine moderne Ästhetik. Bemerkungen
Auszeichnungen:
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Japan in der nahen Zukunft: Die wiedergeborene
Seele des Samurais Heishiro blickt 300 Jahre zurück auf ein
Ereignis, das sein Leben veränderte. Japan in der
Edo-Ära. In dieser friedvollen Zeit gab es über
Jahrhunderte keine Kriege.
Der Sohn von Kanzen, der junge und hitzköpfige Samurai
Heishiro, will persönlich die Ehre des Clans retten. Mit zwei
Jugendfreunden folgt er dem flüchtigen Kazamatsuri. Es kommt
zum Kampf mit dem abtrünnigen Renegaden, der schnell mit den
unerfahrenen Samurais fertig wird. Heishiro wird in letzter Minute
von dem herrenlosen Samurai Hanbei gerettet. Hanbei und seine
Tochter Koharu kümmern sich um den
Schwerverletzten.
Filmkritiken
TV Today 08/1999: Hiroyuki
drehte Videos für Les Rita Mitsouko und Dee-Lite, was ihm
angeblich den Spitznamen eines "Kurosawa des MTV" einbrachte. In
seinem ersten Spielfilm (mit hierzulande unbekannten Darstellern)
enthält er sich aller Clip-Manierismen und schafft so
tatsächlich eine Hommage an die Samurai-Klassiker von Kurosawa
und Mizoguchi. Anspielungsreiches Update eines
Traditions-Genres.
Bemerkungen