Samurai Fiction

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen • Ausführlichen InhaltProduktionsnotizen

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Samurai Fiction
Genre: Abenteuer
Schwarzweiß, Japan, 1998

Kino Deutschland: 1999-04-08
Laufzeit Kino: 111 Minuten
Kinoverleih D: Rapid Eye

Videocover
Videocover DVD Deutschland: 2001-04-11
Laufzeit DVD: 111 Minuten
Anbieter: One World Entertainment

Video Deutschland: 2001-04-11
Laufzeit Video: 111 Minuten
Anbieter: One World Entertainment



Szenenfoto Japan in der nahen Zukunft: Die wiedergeborene Seele des Samurais Heishiro blickt 300 Jahre zurück auf ein Ereignis, das sein Leben veränderte. Japan in der Edo-Ära. In dieser friedvollen Zeit gab es über Jahrhunderte keine Kriege.

Doch im Jahre 1696 herrscht Aufruhr im Nagashima Clan, da das Schwert des Shoguns gestohlen wurde. Der Dieb ist der Samurai Kazamatsuri, der eigentlich die Schätze des Clans bewachen sollte. Kanzen, der Oberste Rat des Clans, beschließt, ein Duplikat des Schwertes herzustellen.

Szenenfoto Der Sohn von Kanzen, der junge und hitzköpfige Samurai Heishiro, will persönlich die Ehre des Clans retten. Mit zwei Jugendfreunden folgt er dem flüchtigen Kazamatsuri. Es kommt zum Kampf mit dem abtrünnigen Renegaden, der schnell mit den unerfahrenen Samurais fertig wird. Heishiro wird in letzter Minute von dem herrenlosen Samurai Hanbei gerettet. Hanbei und seine Tochter Koharu kümmern sich um den Schwerverletzten.

Kaum genesen, sinnt Heishiro nach Vergeltung. Doch bis es zum großen Kampf kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Der jugendliche held Heishiro lernt auf bezaubernde Weise, dass ein echter Samurai mehr als nur ein guter Schwertkämpfer ist ...


SzenenfotoDarsteller: Mitsuru Fukikoshi (Heishiro Inukai), Tomoyasu Hotei (Rannosuke Kazamatsuri), Morio Kazama (Hanbei Mizoguchi), Tamaki Ogawa (Koharu), Mari Natsuki (Okatsu)

Regie: Hiroyuki Nakano

Stab: • Produzenten: Takaaki Ezaki, Hiroto Kimura, Kaoru Hayashi für Samurai Fiction Production Committee • Drehbuch: Hiroshi Saito • Vorlage: - • Filmmusik: Tomoyasu Hotei • Kamera: Yujiro Yajima • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Kiyoharu Miyazaki, Hiroyuki Nakano • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Samurai Fiction" ist eine Synthese aus dem traditionellen Samurai-Film und heutigen modernen Erzählformen, zu denen auch Musikvideo-Clips gehören. Zooms, Kamerafahrten, Slow-Motion, Zeitraffer, die "rote Farbdramaturgie" und vor allem die Unterlegung des Films mit Musik von Hotei machen den Film zu einem neuartigen Kinoerlebnis, visuell perfekt und mit einem bezaubernden Erzählstil.

kultur SPIEGEL 04/1999: Der Meisterkrieger Kazamatsuri (Tomoyasu Hotei) entwendet seinem Arbeitgeber das heilige Schwert, und dessen hitzköpfiger Sohn Heishiro (Mitsuru Fukikoshi) macht sich auf, den Dieb im Zweikampf zu stellen. Der klassische Stoff wurde durch die postmoderne Mangel gedreht: Die Mätresse des Schurken ist frech wie Madonna, im Soundtrack wehen luftige Rockgitarren-Riffs, und die Helden leiden an Depressionen oder Nasenbluten. Trotz einiger Längen und Manierismen ein exzellent gefilmter Spaß von Hiroyuki Nakano.

SzenenfotoTV Today 08/1999: Hiroyuki drehte Videos für Les Rita Mitsouko und Dee-Lite, was ihm angeblich den Spitznamen eines "Kurosawa des MTV" einbrachte. In seinem ersten Spielfilm (mit hierzulande unbekannten Darstellern) enthält er sich aller Clip-Manierismen und schafft so tatsächlich eine Hommage an die Samurai-Klassiker von Kurosawa und Mizoguchi. Anspielungsreiches Update eines Traditions-Genres.

film-dienst 07/1999: Auf dem Handlungsgerüst einer klassischen Samurai-Geschichte aufbauend und mit entsprechenden schwarz-weiß Bildern ausgestattet, bricht der Film nicht nur diese Tradition auf, indem er die Tragödie mit komödiantischen Elementen versetzt; mit derselben stilistischen Raffinesse schlägt er auch eine Brücke zur heutigen, von Musikvideos beeinflußten Bildersprache und kombiniert diese mit zeitgenössischer Popmusik.

Cinema 04/1999: Der japanische Videoclip-Regisseur Hiroyuki Nakano experimentiert mit einer Story um einen Samurai und ein geraubtes Schwert, Rock'n'Roll und Schwarzweißbilder. Interessante Mischung.

Blickpunkt Film: Ein Samurai-Film der etwas anderen Art im japanischen Original mit Untertiteln. Das Rock'n Roll-Roadmovie beeindruckt durch seine moderne Ästhetik.


SzenenfotoBemerkungen

Auszeichnungen:
Catalonian International Film Festival 1999: Beste Kamera, Bester Soundtrack sowie Nominierung als Bester Film

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1999 Rapid Eye © 1994 - 2010 Dirk Jasper