Produktionsnotizen zu Samurai Fiction

Szenenfoto Für das Multitalent Hiroyuki Nakano war das Projekt eine Herausforderung. Quentin Tarantino hätte vielleicht in der Tradition von Wild Bunch einen Western gemacht. Nakano hat ein Samurai-Projekt in Anknüpfung an Kurosawa realisiert. Nakano ist ein Liebhaber der s/w Filme Akira Kurosawas wie DIE SIEBEN SAMURAI oder YOJIMBO. So ist es auch kein Zufall, dass die Jugendfreunde seines Helden Heishiro nach Kurosawa und dem Kult-Regisseur Seijun Suzuki benannt wurden.

45 Tage dauerten die Dreharbeiten zwischen April und November 1997 in den Landschaften von Nikko, Chiba und Oshima Island. Die Postproduktion brauchte drei Monate, nicht zuletzt, weil die Zeichen der Zeit wie Strommaste und Hochhäuser in akribischer Arbeit digital retuschiert werden mußten.

Samurai Fiction ist eine Synthese aus dem traditionellen Samuraifilm und heutigen modernen Erzählformen, zu denen auch Musikvideoclips gehören. Zooms, Kamerfahrten, Slow-Motion, Zeitraffer, die "rote Farbdramaturgie" und vor allem die Unterlegung des Films mit der Musik Hoteis machen den Film zu einem neuartigen Kinoerlebnis, visuell perfekt und mit einem bezaubernden ErzŠhlstil.

Ein neues Genre wurde mit Samurai Fiction geboren: Das Rock'n Roll Samurai Movie. Es beinhaltet Elemente des Road Movies, des Samuraifilms und der Komödie. Nicht zuletzt ist die Erzählung über den jungen Samurai Heishiro eine Geschichte Ÿber das Erwachsenwerden.

Die ungewohnt bescheidene Darstellung von Gewalt im Film erzeugt einen erfrischenden Gegensatz zu den Body-Counts und sinnlos krachenden Explosionen der Action- und Thrillermovies der Neunziger.

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