Menschenkind

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Menschenkind
Titel USA: Beloved
Genre: Melodram
Farbe, USA, 1998, FSK 16

Kino Deutschland: 1999-04-15
Kino USA: 1998-10-16
Laufzeit Kino: 171 Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1999-10-21
Laufzeit Video: 164 Minuten
Anbieter: Touchstone

DVD Deutschland: 1999-10-21
Laufzeit DVD: 164 Minuten
Anbieter: Warner Bros.



Szenenfoto Einst eine Sklavin auf der Plantage Sweet Home, findet Sethe auch 18 Jahre nach ihrer dramatischen Flucht keinen Frieden: Der Geist ihres geliebten jüngsten Kindes, das auf grausame Weise umkam, sucht sie und ihre Tochter Denver immer wieder heim.

Als Paul D, ein früherer Weggefährte und Leidensgenosse, in ihr Leben tritt, scheint ihr doch noch das Glück beschieden, an das sie nicht mehr geglaubt hatte. Doch die schrecklichen Schatten ihrer Vergangenheit sind nicht verflogen. Sie legen sich machtvoll über die Gegenwart und verhindern eine glückliche Zukunft.

Statt dagegen anzukämpfen, ergibt sich die von Schuldgefühlen geplagte Sethe in ihr Schicksal und droht, daran zu zerbrechen ...


SzenenfotoDarsteller: Oprah Winfrey (Sethe), Danny Glover (Paul D), Thandie Newton (Menschenkind), Kimberly Elise (Denver), Beah Richards (Baby Suggs), Lisa Gay Hamilton (Junge Sethe), Albert Hall (Stamp Paid), Irma P. Hall (Ella), Dorothy Love Coates (M. Lucille Williams), Vertamae Grosvenor (Grace)

Regie: Jonathan Demme

Stab: • Produzenten: Edward Saxon, Jonathan Demme , Gary Goetzman, Oprah Winfrey, Kate Forte für Touchstone Pictures • Drehbuch: Akosua Busia, Richard LaGravenese, Adam Brooks • Vorlage: Roman "Menschenkind" von Toni Morrison • Filmmusik: Rachel Portman • Kamera: Tak Fujimoto • Spezialeffekte: Steve Rundell • Ausstattung: Kristi Zea • Schnitt: Carol Littleton, Andy Keir • Kostüme: Colleen Atwood • Make Up: Carl Fullerton, Neal Martz • Ton: Willie D. Burton • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper(CyberKino): Jonathan Demme gelingt mit "Menschenkind" eine überwältigende Rückkehr auf die große Leinwand.

TV Movie 08/1999: Zunächst schrecken die knapp drei Stunden Laufzeit ab, aber das düstere Psychogramm zieht einen so in seinen Bann, dass keine Minute zu lang ist. Überraschenderweise verzichtete Oprah, die in ihren Shows die gesamte Klaviatur der Emotionen absspielt, bei ihrem Spiel auf Historienkitsch, der sich angesichts des Themas durchaus anbieten würde. Düster genug sind schon die Bilder, in denen Jonathan Demme die Psycho-Odyssee inszenierte.

Szenenfotokultur SPIEGEL 04/1999: Fast könnte Oprah Winfrey, die amerikanische Talkmutter der Nation, einem Leid tun. Die Verfilmung des Toni-Morrison-Romans "Menschenkind" lag ihr so sehr am Herzen, dass sie nicht nur die Hauptrolle übernahm, sondern sich auch als Produzentin engagierte. Der Film erwies sich dennoch als Debakel und Flopp. Denn die Geschichte einer ehemaligen Sklavin bemüht sich verzweifelt um Intensität und schafft nur Langeweile.

TV Today 08/1999: Aus dem vielschichtigen Roman von Nobelpreisträgerin Toni Morrison machten Talk-Shows-Diva Oprah Winfrey als Sethe und Regisseur Jonathan Demme eine schwerfällige Geisterstunde. Neben den augenrollenden Danny Glover und Thandie Newton eine Wohltat: Kimberley Elise als Sethes ungluckliche jüngste Tochter. Hier wird unerträglich nobel gelitten - und das unerträgliche drei Stunden lang.

Szenenfotofilm-dienst 08/1999: Die Verfilmung eines preisgekrönten Romans von Toni Morrison zeigt in fantastischen und poetischen Bildern die seelischen Verwundungen der Opfer der Sklaverei. In seinem virtuosen Umgang mit Gegenwartshandlung und Rückblenden, die die Erinnerung der Hauptfiguren illustrieren, trifft der Film den subtilen Ton der Vorlage und verdichtet sie zu einer spannenden Kinohandlung. Sehenswert.

TV Spielfilm 08/1999: Die Vergangenheit schlägt zurück. Sperriges, doch streckenweise meisterliches Sklavendrama.

Cinema 04/1999: US-Talkerin Oprah Winfrey überzeugt in einem ansonsten überzogenen Familienepos.

Dirk Jasper FilmLexikon
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