Gerhard Heeke über Waterboy

Szenenfoto "Waterboy" mit Adam Sandler ("Eine Hochzeit zum verlieben") ist eine Komödie, wie man sie schon tausendfach (besser) gesehen hat. Weder die Witzchen noch die Geschichte bieten neuen Aspekte.

Adam Sandler spielt den 31jährigen Bobby Boucher, einem Mann ohne Freunde und sozial maixmal auf dem Niveau eines achtjährigen. Bobby lebt zusammen mit seiner Mutter (Kath Bates) in den Sümpfen von Lousianna. Seine Mutter hat ihn zuhause unterrichtet und auch ansonsten von der realen Welt abgeschirmt. Boby arbeitet als "Waterboy" (jmd. der den Spielern Erfrischungen reicht) bei einem Footballteam. Die Spieler machen sich dauernd auf seine Kosten lustig und der Trainer verhindert, dass Bobby sich wehrt. Bessere Zeiten brechen an, als Bobby das Team wechselt. Der Trainer ermuntert ihn sich gegen die derben Scherze zu wehren. Dabei kommt heraus, dass in Bobby ungeahnte Kräfte stecken. Wenn er sich über jemanden ärgert, ist er in der Lage große körperliche Kräfte (nicht übernatürliche!) zu entwickeln. Dies macht sich der Trainer der Footballmannschaft zu nutze. Bobbys Mutter ist dagegen, dass ihr heißgeliebter Junge, bei einem derart derben Sport mitmacht und dazu parallel auch noch ins College geht. Aber was Mama nicht weiß ...

Dieser Kinostreifen ist weder lustig noch anrührend oder gar ein Sportfilm. Die Geschichte vermengt zwar Ödipuskomplex und Sport aber macht aus beiden nichts richtiges. Jeder Handlungsschritt ist vorhersehbar. Und wenn im Film der Trainer zu Bobby sagt, er solle sich diese oder jene Person vorstellen, so wird der Kopf des gegnerischen Spielers auch gleich in diese andere Person gemorpht. Na Wahnsinn! Das bißchen Phantasie hat man dem Zuschauer wohl nicht zumuten wollen. Denn witzig ist diese morpherei wirklich nicht.

Da American Football doch (immer noch) ein sehr amerikanischer Sport ist, kann ich mir auch schlecht vorstellen, dass das Thema beim deutschen Publikum gut ankommt. Zumal man von dieser Sportart im Film eh nichts näher erfährt. Auch ist der Film nicht in der Lage die Begeisterung, die die amerikanische Bevölkerung für diesen Sport hegt, auch nur annähernd zu vermitteln.

Schauspielerisch ist weit und breit nichts bewegendes zu sehen. Immerhin ragt Kathy Bates aus der Mittelmäßigkeit ein wenig heraus. Ein Kunststück, wenn man sich die Rolle ansieht. Wieso sie sich für diesen Film hat verpflichten lassen, ist mir allerdings schleierhaft.

Fazit: Einen Bogen um den Film machen und mit Freunden/Familie eine Partie Fußball spielen gehen

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Dirk Jasper FilmLexikon
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