Idioten

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Idioten
Titel Dänemark: Idioterne
Genre: Drama
Farbe, Dänemark, 1998

Kino Deutschland: 1999-04-22
Laufzeit Kino: 117 Minuten
Kinoverleih D: Arthaus

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1999-10-21
Kaufkassette: 1999-10-21
Laufzeit Video: 112 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Die "Idioten" sind keine Idioten, sie tun nur so: Eine Gruppe junger Leute lebt in einer Kommune zusammen und hat sich zu einem radikalen Experiment entschieden: Sie begeben sich in die Welt der "normalen Menschen" und geben vor, sie seien geistig behindert.

Sie kleckern, zappeln, lallen - sie spielen verrückt, um die Reaktionen ihrer Umgebung zu testen und deren Toleranz auf die Probe zu stellen ...


SzenenfotoDarsteller: Bodil Jorgensen (Karen), Jens Albinus (Stoffer), Anne Louise Hassing (Susanne), Troels Lyby (Henrik), Nikolaj Lie Kaas (Jeppe), Henrik Prip (Ped), Luis Mesonero (Miguel), Louise Mieritz (Josephine), Knud Romer Jorgensen (Axel), Trine Michelsen (Nana), Anne-Grethe Bjarup Riis (Katrine)

Regie: Lars von Trier

Stab: • Produzenten: Vibeke Windelov • Drehbuch: Lars von Trier • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Lars von Trier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Molly Malene Stensgaard • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Per Streit • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Lars von Triers "Idioten" brechen mit fröhlicher Anarchie die Tabus der bürgerlichen Gesellschaft.

kultur SPIEGEL 04/1999: Übereifrige Kritiker sehen in Lars von Trier den Retter des europäischen Kinos. Der neue Film des Dänen ist eine Breitseite gegen den Mainstream: eine Pseudo-Dokumentation über Großstädter, die so tun, als wären sie verrückt. Ihr makaberes Spiel entgleitet und wird zum Horrortrip. Die Bilder holpern, die Story schleppt sich, aber der Dilletantismus ist gewollt. Geschickt verwischt der Regisseur die Grenzen Zwischen Parodie und Psychostudie; seine Idioten kommen dem Zuschauer unbehaglich nahe.

SzenenfotoTV Today 09/1999: Nach den strengen Regeln des Dogmas 95 provoziert Vorreiter Lars von Trier ("The Element of Crime", "Breaking the Waves") durch form und Inhalt. So, wie seine Protagonisten Tabus brechen, schreckt auch der Filmemacher vor Pornographischer Darstellung nicht zurück. Über Geschmack(-losigkeit) läßt sich streiten, doch dieser Film läßt niemand kalt.

film-dienst 08/1999: Ein nach den Regeln der skandinavischen Gruppierung "Dogma 95" inszenierter Film, der nicht nur dem Zuschauer einiges abverlagt, sondern auch die Darsteller an Grenzen führt. Provozierendes Kino, das zwar nicht das letzte Wort über den europäischen Autorenfilm spricht, aber Zeichen setzt.

SzenenfotoTV Spielfilm 09/1999: Schwachsinn als Gruppentherapie: Lars von Trier gibt sich ebenso provokant wie puristisch.

Tip Berlin: Man ist auf der Suche nach dem Idioten in sich, was ungleich spannender ist als die Suche nach dem wahren Ich.

Cinema 04/1999: Lars von Triers neuester Dogma-Streich um ein paar verrückte Aussteiger ist ein gelungener Aufruf zum Kontrollverlust.

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