Ernst Corinth über
Auf die stürmische
Art
Harmloser geht's
nimmer. Und der Titel "Auf die stürmische Art" wäre ein
großer Schwindel, wenn da nicht am Ende der tagelang
vorhergesagte Hurrikan eine Hochzeitsgesellschaft aufmischen
würde. dass dabei zwar die Sitzmöbel in der
parkähnlichen Gartenanlage durcheinandergewirbelt werden, aber
den Feiernden kein einziges Haar ihrer durchweg ordentlichen
Frisuren gekrümmt wird, paßt übrigens gut zu der von
Bronwen Hughes lau und flau inszenierten Geschichte.
Dabei macht sich Ben Affleck als
Bräutigam auf den weiten Weg zu seiner Braut, lernt unterwegs
die chaotische Sarah (Sandra Bullock) kennen, und zusammen erleben
sie nun auf ihrer Reise - auch ohne Deutsche Bundesbahn - eine
Panne nach der anderen. Das jedoch schweißt, wie jeder
weiß, zusammen, bloß die beiden nicht. Und Schuld hat
Affleck, der knapp zwei Stunden lang Sandra Bullock anschaut, als
wäre sie nur seine süße kleine Schwester und nicht
die von ihr gespielte scharfe Braut. Der sittsame Schluß
dieses verstaubten Lustspiels ist dann zwar ein wenig
überraschend, aber doch irgendwie konsequent.
| © 1999 © 1994 -
2010 Dirk Jasper |
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