Die Braut

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Die Braut
Genre: Melodram
Farbe, Deutschland, 1999

Kino Deutschland: 1999-05-27
Laufzeit Kino: Minuten
Kinoverleih D: Progress



Szenenfoto Als Christiane Vulpius den Dichter Johann Wolfgang von Goethe auf einem Spaziergang abpaßt, um ihm ein Bittschreiben ihres Bruders zu übergeben, ist das der Anfang einer außergewöhnlich leidenschaftlichen Liebe.

Christiane, aus der "Weimarer Armut" kommend, und Goethe, der gefeierte Dichter und Vertraute des Herzogs von Weimar, werden das Skandalpaar schlechthin. In den Salons der guten Weimarer Gesellschaft, angeführt von Goethes einstiger Favoritin, der eifersüchtigen Charlotte von Stein, wird Christiane Opfer zahlloser Intrigen und Verleumdungen.

Mit Beharrlichkeit und Dank ihres heiteren Wesens gelingt es Christiane, an der Seite eines oft unbeständigen und schwierigen Goethe, sich von den herrschenden Moral- und Wertevorstellungen zu emanzipieren und ein "modernes Leben" jenseits der Konventionen zu führen.


SzenenfotoDarsteller: Veronica Ferres (Christiane Vulpius), Herbert Knaup (Johann Wolfgang von Goethe), Sibylle Canonica (Charlotte von Stein), Franziska Herold (Charlotte Lengefeld-Schiller), Christoph Waltz (Herzog Carl August), Friedrich Wilhelm Junge (Christoph Martin Wieland), Rüdiger Vogler (Hans-Heinrich Meyer), Maria Happel (Tante Juliane), Jörg Schüttauf (Paul Goetze)

Regie: Egon Günther

Stab: • Produzenten: Georg Stingl für Tellux Film / MDR / Arte • Drehbuch: Egon Günther • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Peter Brand • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Harald Horn, Martin Schreiber • Schnitt: Monika Schindler • Kostüme: Christiane Dorst, Riccarda Merten-Eicher • Make Up: Klaus Petzold, Gerlinde Kunz, Iris Kettner, Uta Spikermann • Ton: Jochen Hergersberg • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

TV Today 11/1999: DEFA-Altmeister Egon Günther wagte - und gewann: Veronica Ferres beweist mit einer robusten Darstellung, dass sie den Film tragen kann. Herbert Knaup zeichnet in knappen Szenen einen knarzigen, grüblerischen Goethe; Sibylle Canonica und Christoph Waltz versprühen Spielfreude in Nebenrollen. Trotz einiger störender theaterhafter Momente: das bewegende Porträt einer aussichtslosen Liebe.

film-dienst 10/1999: Der in sorgfältig komponierten Bildern eindrucksvoll inszenierte, von hervorragenden Darstellern, besonders der vorzüglichen Titeldarstellerin getragene Film setzt behutsame Akzente und will weniger als Kunstlerporträt, sondern als Liebesfilm verstanden werden: Nicht die Literatur steht im Mittelpunkt, sondern das körperliche Kraftfeld einer Frau, die in der Weimarer Provinzgesellschaft wie eine Provokation wirkt.

SzenenfotoTV Movie 11/1999: Auch wenn hier die Liebesgeschichte zwischen dem Dichterfürsten und der Magd im Vordergrund steht, müßte Goethe als Mensch klar werden. Deutschlands Vorzeigedichter verreist ohne Grund, schreibt kein bißchen und stellt in einem fort den Weibern nach. Schon fast wieder komisch ist hingegen Veronica Ferres in ihrer hysterischen Trampeligkeit.

Cinema 06/1999: 28 Jahre lang beutete Goethe seine Mätresse Christiane Vulmius schamlos aus. Doch so einen drögen Sozialkitsch in Kostümen haben weder er noch die Stars Veronica Ferres und Herbert Knaup verdient.

SzenenfotoTV Spielfilm 11/1999: Eine literarische Filmerzählung mit viel Stil für Bilder und Sprache und großartigen Darstellern.

Dirk Jasper FilmLexikon
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