Ausführlicher Inhalt zu Auf den ersten Blick

Szenenfoto Virgil Adamson (Val Kilmer) führt ein einfaches und bescheidenes Leben. Er ist alleinstehend, treibt gerne Sport und arbeitet als Masseur in einem Hotel. Virgil ist mit seinem Leben zufrieden; es fehlt ihm an nichts, bis auf die Tatsache, dass er blind ist.

Eines Tages kommt eine junge Frau in sein Massagezimmer. Amy Benic (Mira Sorvino) ist Architektin, lebt in New York City und steht ständig unter Stress. Sie ist sehr hübsch, verdient viel Geld und hat eine schöne Wohnung. Doch zufrieden ist sie keineswegs. Deshalb ist sie in dieses Hotel gekommen, um ein paar Tage auszuspannen. In Virgil, der sie massiert, findet sie einen aufmerksamen Zuhörer, der einfühlsam auf ihre Probleme eingeht. Bislang hat Amy nicht bemerkt, dass Virgil nicht sehen kann.

Die Beiden verabreden sich und jetzt entdeckt Amy Virgils Blindheit. Aber er geht so unkompliziert damit um, so dass Amy sich recht schnell darauf einstellen kann. Zwischen Amy und Virgil entwickelt sich langsam aber stetig eine Liebe. Es kommt der Tag, an dem Amy zurück nach New York muß. Obwohl im alten Trott, kann sie Virgil nicht vergessen. Und ihm geht es ähnlich. So beschließt Amy, zurück in den New Yorker Vorort, in dem Virgil lebt, zu gehen. Virgils Schwester Jennie (Kelly McGillis) steht der Verbindung sehr skeptisch gegenüber. Bislang war sie diejenige, die eine Art von Mutterersatz für Virgil war.

Amy und Virgil verbringen eine traumhafte und sehr verliebte Zeit miteinander. Etwas trübt aber die Harmonie: Amy kann nicht ganz verstehen, warum Virgil sich seinem Schicksal ergibt, blind zu sein. Hört man doch immer wieder von Operationen, die einigen Menschen zum Sehen verholfen haben.

Eines Tages entschließt sich Virgil zu dieser Operation. Er sucht Dr. Phil Webster (Nathan Lane) auf, einem Psychologen, der ihm helfen soll, sich nach der Operation mit der neuen Situation abzufinden.

Die Operation gelingt. Nachdem man Virgil die Bandagen von den Augen genommen hat, sieht er anfangs nur sehr verschwommen. Nach und nach bilden sich die Schatten und Umrisse zu Menschen, die er zuvor niemals gesehen hat. Er erkannte sie bislang nur an ihren Stimmen. So sieht er auch zum erstenmal die Frau, die er liebt. Jetzt muß Virgil wie ein Kind lernen, die Welt neu zu begreifen und zu entdecken. Nach einer Weile fühlt sich Amy von der Situation überfordert und sieht sich, ohne es sich einzugestehen, in der Rolle des Babysitters. Private Spannungen und Probleme sind die Folge und stellen die beiden auf eine harte Probe.

Doch plötzlich geschieht das Unfaßbare: Virgil droht wieder zu erblinden. Amy will dies nicht wahrhaben. Es kommt zum Bruch zwischen den Beiden. Virgil akzeptiert seine Blindheit und gibt seinen Job als Masseur auf, um in einer Blindenschule mit Kindern zu arbeiten. Er ist eigentlich ein zufriedener Mensch, doch tief in seinem Inneren denkt er nur an Amy. Auch Amy muß sich eingestehen, dass sie Virgil aus tiefstem Herzen liebt.

Wird die Kraft ihrer Liebe für ein gemeinsames Leben ausreichen....?

Dirk Jasper FilmLexikon
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