In den letzten Tagen der Vorwahl-Kampagnen für die Präsidentenwahl im Jahr 1996 kämpft der amtierende Senator Jay Bulworth um seine Wiederwahl in den US-Senat. Bulworths Leben ist ein Scherbenhaufen: Seine Ehe mit Constance besteht nur noch auf dem Papier, seine Quoten sind im Keller.
Verzweifelt engagiert er bei dem Kriminellen Vinnie einen Killer, der seinem Leben ein Ende setzen soll. Eine beim korrupten Lobbyisten Crocket abgeschlossene Lebensversicherung wird seiner Tochter die Zukunft sichern.
Doch zwei Größen hat der Senator nicht bedacht: Die neue Freiheit, die ihm seine ultimative Entscheidung beschert - und die intelligente junge Afro-Amerikanerin Nina, die ihm am letzten Wahlkampf-Wochenende über den Weg läuft und ihn völlig verwirrt. Die Verbindung zu Nina führt den ehemaligen Liberalen wieder an die Wurzeln seiner politischen Begeisterung zurück.
Mit schockierend direkten Raps gelingt es ihm, die Probleme der Bürger in leicht verständliche Sprache zu fassen und so das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Mit neu erwachendem Lebensmut versucht Bulworth, den Auftragsmord an ihm zu verhindern ...
Filmkritiken
Dirk Jasper (CyberKino) Mit "Bulworth", einem leichthändig inszenierten, intelligenten Genre-Mix aus Gesellschafts-Komödie, Romanze, Drama und mitunter herrlich politisch unkorrekter Farce meldet sich Regisseur und Schauspieler Warren Beatty auf der Leinwand zurück. Der überzeugend freche Beweis, dass Weiße auch verdammt cool sein können!
Kultur Spiegel 1999-07: Der Schauspieler und Regisseur Warren Beatty hat mit seinen Stoffen nicht immer ein glückliches Händchen. - Auch diese Polit-Satire über einen durchgeknallten US-Poliuker floppte gnadenlos. Zu Unrecht: Das Werk strotzt vor Selbstironie und Bosheit, lässt keine Peinlichkeit aus, und Beatty als rappendes Nervenbündel in HipHop-Kluft ist ebenso albern wie sehenswert.
film-dienst 14/1999: Eine Mixtur aus Politfarce, Gesellschaftskomödie und Märchen. Was auf den ersten Blick wie eine Reality-TV-Reportage aussieht, erweist sich als künstlerisch raffiniert ausgeklügelter Film, in dem allenfalls einige ungebremste klamottige Szenen stören.
Der Spiegel 1999-28: Die dreiste "Bulworth"-Farce, in der Beatty als Produzent, Koautor, Regisseur und Star auftrumpft, verheddert sich gegen Ende selbst ein wenig in ihren Volten, doch sie ist zweifellos, neben Mike Nichols' "Primary Colors", die brillanteste Politsatire, die sich Hollywood in den letzten Jahren geleistet hat.
Cinema 07/1999: Wann wirkte Warren Beatty je so sympathisch-selbst-ironisch wie in der bissig inszenierten Satire über eine Satire über einen Politiker, der im Angesicht des Todes nur noch die Wahrheit sagt? Nie.
Rhein-Zeitung 1999-07-14: Warren Beatty übernahm in seinem neuesten Film Hauptrolle und Regie. Mit "Bulworth" wagt er sich an eine gesellschaftskritische Satire, die hinter die Kulissen des US-Wahlkampfes blickt.
kultur SPIEGEL 1999-08: Warren Beatty als lebensmüder Senator, der zum Rapper mutiert. Überflüssig, aber brillant, wie sich Beatty zum Affen macht.
TV Spielfilm 15/1999: Beau Beatty rappt und trifft ins Schwarze: gelungene Polit-Groteske mit galligem Humor.
TV Today 15/1999: Schwere Themen wie Rassenkonflikte und Wahlkampf, leicht, klug und witzig erzählt.