Ein Blick in die düstere Zukunft unserer Gesellschaft: Junge Männer, ihrer Individualität beraubt und von der Familie getrennt, werden zu emotionslosen Soldaten ausgebildet, die nur einen Grundsatz kennen: töten oder getötet zu werden.
Einer der besten und erfahrensten Kämpfer ist Sergeant Todd, doch die Wissenschaft hat zwischenzeitlich eine neue Generation von Soldaten entwickelt - noch gnadenloser und hörter im Umgang mit ihren Gegnern. Zu ihnen gehört auch Caine 607.
In einem Kampf, der die Vorzüge der neuen Spezies von Kämpfern demonstrieren soll, treffen Todd und Caine 607 aufeinander. Todd unterliegt und wird, dem Tod ins Aufe blickend, auf einem fernen Planeten seinem Schicksal überlassen. Zufällig finden ihn dort friedliche und vergessene Siedler, die sich seiner annehmen und zum ersten Mal menschliche Gefühle in Todd wecken.
Doch schnell holt ihn seine Vergangenheit ein: Die Elitegruppe - unter ihnen auch Caine 607 - landet auf seinem neuen Heimatplaneten und zwingt Todd und seine neuen Freunde in eine über Leben und Tod entscheidende letzte Schlacht ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Regisseur Paul Anderson schuf mit "Star Force Soldier" ein action-geladenes Science-Fiction-Abenteuer nach dem Drehbuch von Erfolgsautor David Webb Peoples (Blade Runner, 12 Monkeys). Für die verblüffenden Spezialeffekte zeichnen die Macher der Welterfolge Independence Day und Godzilla verantwortlich.
TV Movie 12/1999: "Soldier"-Drehbuchautor David Webb Peoples schrieb den Sci-fi-Klassiker "Der Blade Runner", aber das ist schon lange her. Der Film erweist sich als ein wenig origineller Western im Weltraum, der reich an Action, aber arm an Handlung ist. So wird denn auch mehr geschossen als gesprochen. Der längste Satz, den Kurt Russell als mundfauler Soldat im Film sagt, ist: "Ich kill' sie alle, Sir."
TV Today 12/1999: Kaum zu glauben: das Dumpfe Drehbuch stammt von Kultautor David Webb Peoples (Blade Runner, 12 Monkeys). Regisseur Paul Anderson (Event Horizon) adaptierte es als zumindest visuell bemerkenswertes Dauergemetzel mit unfreiwillig komischen Momenten. Titelheld Kurt Russell glotzt nonstop starr und darf nie mehr als sieben Worte in einem Stück sagen. Total hohl, aber zumindest nicht lahm.
Die Woche 1999-06-11: Ein alter Plot also, dem Regisseur Anderson keinen Kick geben kann. Wüst sein Gewilder in der SF-Filmästhetik: Kaltblüter wie in "Terminator", Strick-Kostüme à la "Star Wars", Nachtszenen aus "Alien". Doch während es in diesen Werken etwas zum Zittern gibt, ist "Star Force Soldier" nur seelenarm. Hilflos auch die Inszenierung, die bei jeder bedeutsam gemeinten Stelle etwas explodieren lassen mußs. Und das eine Tötungsmaschine als Held eines Faschismus mit menschlichem Antlitz gefeiert wird, darf man getrost ekelhaft nennen.
film-dienst 12/1999: Brutaler Science-Fiction-Film, der von der Menschwerdung eines emotionalen Waisenkindes handeln will, durch exzessive Kampfszenen und seine Ideologie eines wehrhaften Daseins aber zur ungebrochenen Hymne auf Militarismus und Krieg gerät.
Cinema 06/1999: Vermutlich war die Gage unwiderstehlich hoch. Nur so läßt sich Kurt Russells einsilbiger Auftritt als ausrangierter Cyber-Kämpfer im lausigsten Film seiner Karriere erklären.
Rhein-Zeitung 1999-06-09: Science-fiction-Thriller, der an Stallone- oder Schwarzenegger-Streifen erinnert.