Meine Heldin

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Meine Heldin
Titel Frankreich: L'ennui
Genre: Erotik-Drama
Farbe, Frankreich, 1998

Kino Deutschland: 1999-06-17
Laufzeit Kino: 120 Minuten
Kinoverleih D: MFA



Szenenfoto Martin, ein depressiver, von seiner Frau verlassener Philosophielehrer, befindet sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Eines Nachts lernt er in einer Bar den alten Maler Meyers kennen, der seine Zeche nicht bezahlen kann. Martin übernimmt die Zeche, dafür überläßt ihm der alte Mann ein Aktgemälde.

Kurze Zeit später ist der Maler tot - gestorben beim Geschlechtsakt mit einem Mädchen namens Cecilia, das auch sein bevorzugtes Modell war. Cecilia, die Nymphe, begegnet Martin und entfacht in dem Rationalisten eine Leidenschaft, die ihn beinahe an den Rand des Wahnsinns treibt.

Die intensive Beziehung, mit ihren obsessiven und dennoch geradezu pragmatisch exekutierten Beischlaf-Begegnungen, treibt ihn in eine abgrundtiefe Eifersucht. Bald stellt er fest, dass es einen weiteren Liebhaber gibt ...


SzenenfotoDarsteller: Charles Berling (Martin), Sophie Buillemin (Cecilia), Arielle Dombasle (Ehefrau von Martin), Robert Kramer (Meyers), Alice Grey, Maurice Antoni

Regie: Cedric Kahn

Stab: • Produzenten: Paul Branco für Gemini Films / Ima Films • Drehbuch: Cedric Kahn, Laurence Ferreira Barbosa • Vorlage: Roman "La noia" von Alberto Moravia • Filmmusik: - • Kamera: Pascal Marti • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Yann Dedet • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Jean-Paul Mugel, Dominique Hennequin • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Ein Film, der den Irrsinn einer Leidenschaft zweier Menschen bis ins Letzte durchleuchtet und damit den Zuschauer in Atem hält. Ein Film voller Lust und fesselndem Schmerz, gegen alle Vernunft und am Rand des Wahnsinns.

film-dienst 12/1999: Ein Film nach einem Roman von Alberto Moravia, der mit Hilfe einer amour fou gleichnishaft über Egoismus und das Unvermögen der Kommunikation zwischen sozialen Schichten philosophiert. Die Figuren agieren auf schwankendem Boden; viele Szenen wirken irritierend und treiben die Handlung in unerwartete Wendungen und Sackgassen. Ein ebenso intelligenter wie geheimnisvoller Film.

SzenenfotoCinema 06/1999: Die Hälfte der Zeit verbringen die Stars dieser prätentiösen Love-Story im Bett. Doch ihr Sex ist so lustlos wie ihre philosophischen Streitereien nervtötend sind. Ein Held, der das durchsteht.

Die Woche 1999-06-18: Verfilmter Stoff von Alberto Moravia: eine amour fou, ein lustloser Steppenwolf, eine willige Lustautomatin und schwüle Hinterglasmalerei als Endergebnis.

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