William Thacker traut seinen Augen kaum, als plötzlich Kinostar Anna Scott seinen Buchladen betritt. Nervös wechselt er ein paar Sätze mit ihr und damit wäre diese traumhafte Begegnung eigentlich auch schon vorbei. Doch als er dann kurz darauf auf der Straße mit der Traumfrau zusammenprallt und sie mit Orangensaft bekleckert, nimmt das Schicksal endgültig seinen Lauf.
Nachdem Anna in Williams Wohnung die Kleider gewechselt hat, küßt sie ihn plötzlich. Keiner von beiden versteht so recht, was da passiert. Fest steht nur, dass sich die berühmteste Schauspielerin der Welt und der wahrscheinlich erfolgloseste Buchhändler Londons gerade in den Armen liegen. Anna und William verbringen ein paar glückliche, unbeschwerte Tage miteinander, bis plötzlich Annas Freund auftaucht, von dessen Existenz William natürlich überhaupt nichts ahnte.
Sechs Monate später. Endlich scheint William die Enttäuschung mit Anna überwunden zu haben, da steht sie unvermittelt vor seiner Tür. Sie will sich bei ihm vor der Journalistenmeute verstecken, die sie verfolgt, weil alte Nacktfotos von ihr aufgetaucht sind.
Im Laufe des nun folgenden romantischen Wochenendes verlieben sich die beiden erneut ineinander. Doch als Sensationsreporter sie aufstöbern, fühlt Anna sich von ihrem Geliebten verraten und packt wütend ihre Koffer.
Noch einmal zwölf Monate später. Anna ist zu Dreharbeiten nach London zurückgekehrt und sucht William erneut auf, um ihm unverholen zu gestehen, dass sie ihn liebt und mit ihm zusammensein möchte. Doch er lehnt ab. Die Enttäuschung über ihr Verhalten steckt ihm noch zu sehr in den Knochen, zumal er zufällig belauscht hat, wie sie sich abfällig über ihn äußerte. Und wie sollte diese Beziehung auch funktionieren? Sie lebt in Beverly Hills, er in einer schmuddeligen Wohnung in Notting Hill.
Ihren Namen kennt jeder auf der Welt, seinen vergißt manchmal sogar seine eigene Mutter. Und als William endlich realisiert, wie sehr er Anna doch liebt, scheint es bereits zu spät ...
Filmkritiken
Kino News 06/1999: Hinter dieser herrlichen Liebeskomödie steckt kein anderer als das Erfolgsteam von "Vier Hochzeiten und ein Todesfall": Duncan Kenworthy, Richard Curtis, sowie Tim Beven und Eric Fellner. Regie führte Roger Michell, der die Geschichte mit leichter Hand inszeniert und seinen Hauptdarstellern viele Freiräume geschaffen hat. Julia Roberts und Hugh Grant haben es ihm gedankt. Durch ihre Präsenz machen sie "Notting Hill" zu einer bezaubernden Liebeskomödie, gespickt mit Tempo und einem unvergleichlichen Humor. Oder wie William nach dem ersten längeren Gespräch zu Anna sagt: "Das ist alles irgendwie surreal - aber schön".
TV Movie 14/1999: Gute Nachricht: Der "Vier Hochzeiten ..."-Nachfolger ist keineswegs ein bloßer Abklatsch, aber er besinnt sich auf die Stärken der Hitkomödie. Außer den charmanten Liebeswirren des Traumpaars Grant/Roberts gibt es bissig-melancholischen Humor, skurrile Figuren und visuelle Überraschungen - wunderbar!
film-dienst 13/1999: Romantische Komödie, die sich in Erzählrhythmus und -perspektive dem Empfinden und Temperament der männlichen Hauptfigur unterordnet, durch zündende Wortspiele und erhellende Einsichten in den britischen Humor aber beträchtlich an Weite gewinnt. Vor allem durch die vitalen Nebenfiguren gerät das Leid an der Sehnsucht zu einer amüsanten und aufschlußreichen Angelegenheit, weil sich in ihnen ein facettenreiches Bild über das Lebensgefühl des jungen großstädtischen Mittelstandes manifestiert.
Kultur Spiegel 1999-07: Der Erfolg dieser Romanze ist vorprogrammiert: Drehbuchautor Richard Curtis spielt souverän mit den Images seiner Superstars Julia Roberts und Hugh Grant, gibt den Nebendarstellern köstliche Dialoge und mildert den Märchenkitsch mit einer Prise Ironie: Schluchzen mit Augenzwinkern.
Cinema 07/1999: Star-Kino der Extraklasse: Julia Roberts und Hugh Grant in einem traumschönen Liebesmärchen voll britischem Esprit.
TV Spielfilm 14/1999: Hach, wie schön: Romantik, Julia Roberts, britischer Humor und Hugh Grant als Dreingabe.