Carla Tate, die geistig leicht behinderte Tochter wohlhabender Eltern, kehrt nach zehn Jahren Aufenthalt in einem speziellen Internat mit einem Schulabschluß in der Tasche und voller Ambitionen und Zukunftsträumen nach Hause zurück.
Mit den meisten Einschränkungen, die ihre angeborene Behinderung mit sich bringt, kann Carla inzwischen bestens umgehen, nur eine Hürde scheint unüberwindlich: ihre überbesorgte Mutter Elisabeth, die alle Unabhängigkeits-Bestrebungen ihrer Tochter im Keim zu ersticken droht.
Die Konflikte im Hause Tate sind unausweichlich. Carla will aufs College, sie verliebt sich zum ersten Mal, und sie will eine eigene Wohnung - alles Dinge, die die meisten anderen Menschen im Leben für ziemlich selbstverständlich halten.
Auf dem Weg in die Zukunft ist es vor allem Danny, der eine ähnliche Behinderung hat wie Carla, der als ihr Weggefährte und Vertrauter und schließlich als ihre große Liebe die zähen Kämpfe, kleinen Siege und großen Triumphe mit ihr teilt ...
Filmkritiken
Dirk Jasper (CyberKino) "Ganz normal verliebt" ist eine Geschichte, die überrascht und berührt und die das Zeug hat, die Herzen im Sturm zu erobern. In der Titelrolle spielt die wunderbare Juliette Lewis, außerdem wartet der Film mit einer ganzen Reihe weiterer herausragender Schauspieler auf, allen voran Hollywood-hot-shot Giovanni Ribisi (Der Soldat James Ryan) und Oscar-Preisträgerin Diane Keaton.
TV Movie 1999-16: Garry Marshall ("Pretty Woman") ist nicht der Regisseur der differenzierten Töne: Seine Sympathien gehören alleine dem nicht ganz normalen Liebespaar, das vom Schicksal benachteiligt wird. Marshall, Meister des Mainstream-Melodrams, bedient auch hier wieder die gesamte Spannbreite der Gefühle. Also: Taschentücher bereithalten!
Bild am Sonntag 1999-08-01: Ganz normal verliebt ist eine total unnormale Lovestory, weil sie gleichermaßen Emanzipations- und Außenseitergeschichte ist. Gelungen: Vorurteile werden abgebaut, indem der Film ihnen mit Situationskomik begegnet - als Komödie. Dichte Handlung, lebendige Figuren, schauspielerische Glanzleistungen - sehr sehenswert!
kultur SPIEGEL 1999-08: Soviel amerikanisches Familienelend drückt auf die Zuschauerseele, doch Carlas Romanze mit dem ebenfalls behinderten Danny (Giovanni Ribisi) sorgt für Rührung und absurden Witz.
film-dienst 1999-16: Die unterschiedlich überzeugenden darstellerischen Leistungen sowie manche stilistische Unsicherheit lassen den Film letztlich doch eher zwiespältig erscheinen.
Cinema 1999-08: Wenn Hollywood Behinderte zu Helden macht, wird es meist peinlich. Um so schöner, dass Juliette Lewis und Regisseur Garry Marshall hier jeden falschen Ton vermeiden.
TV Spielfilm 1999-16: Rührselig, kitschig und mindestens eine halbe Stunde zu lang, aber nicht ganz ohne Charme.