Frenzy

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Frenzy
Titel England: Frenzy
Genre: Thriller
Farbe, England, 1972

Kino Deutschland:
Laufzeit Kino: 116 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Kaufkassette: 1999-11-18
Laufzeit Video: 112 Minuten
Anbieter: Universal


Szenenfoto Dem ehemaligen Royal Air Force-Pilot Richard Blaney geht es nicht besonders gut. Seinen Job als Barmann kündigt er beleidigt, als sein Chef ihm vorwirft, er lasse Drinks verschwinden.

Just als ein Londoner Lokalpolitiker am Themse-Ufer eine flammende Rede über Umweltverschmutzung hält, treibt auf dem Fluss eine Leiche daher. Der unheimliche "Krawatten-Mörder" hat wieder zugeschlagen.

Zur gleichen Zeit verliert Richard Blaney, einst Staffelkommandant bei der Royal Airforce, seinen Job als Barkeeper. Der befreundete Gemüsehändler Robert Rusk bietet Blaney seine Hilfe an.

Aber Blaney ist an diesem Tag nicht nur vom Pech verfolgt. Er hat auch bald die Polizei auf den Fersen. Blaneys Ex-Frau ist ermordet aufgefunden worden, und alle Indizien sprechen gegen ihn. Scotland Yard erlässt einen Haftbefehl. Als Blaney das erfährt, taucht er mit seiner Freundin Babs unter. Auch Babs wird ermordet. Ihr Mörder nimmt Blaney in seiner Wohnung auf, aber nur, um ihn der Polizei auszuliefern.

Blaney wird verhaftet, vor Gericht gestellt, für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt. Er weiss jetzt jedoch, wer der wahre Mörder ist. Um sich zu rächen, bricht er aus.


SzenenfotoDarsteller: Jon Finch (Richard Blaney), Barry Foster (Robert Rusk), Barbara Leigh-Hunt (Brenda Blaney), Anna Massey (Babs Milligan), Alex McCowen (Chefinspektor Oxford), Vivien Merchant (Mrs. Oxford), Billie Whitelaw (Hetty Porter), Clive Swift (Johnny Porter), Bernard Cribbins (Felix Forsythe), Elsie Randolph (Gladys), Michael Bates (Sergeant Spearman), Jean March (Monica Barling)

Regie: Alfred Hitchcock

Stab: • Produzenten: Alfred Hitchcock, William Hill für Universal Pictures • Drehbuch: Anthony Shaffer • Vorlage: Roman "Goodbye Piccadilly, Farewell, Leicester Square" von Arthur La Bern • Filmmusik: Ron Goodwin • Kamera: Gil Taylor • Spezialeffekte: Albert Whitlock • Ausstattung: Syd Cain, Robert Laing, Simon Wakefield • Schnitt: John Jympson • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Peter Handford, Gordon K. McCallum, Rusty Coppleman • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper (CyberKino) "Frenzy" ist ein Film, mit dem Hitchcock nach zwei Flops wieder in seine Heimat England zurückkehrte. Die Presse feierte den Film als Rückkehr zur alten Meisterform. Schauplatz der makaber-schaurigen Geschichte in bester Hitchcock-Manier war Londons Stadtteil Soho. "Frenzy" zeigt einige unvergeßliche Szenen, die in die Filmgeschichte eingingen: So etwa die, in der der ermittelnde Kommissar von seiner Frau ständig exotische Nouvelle Cuisine-Gerichte vorgesetzt bekommt, obwohl er doch eigentlich am liebsten deftige Hausmannskost ißt.

film-dienst: Spätwerk von Alfred Hitchcock, in dem er seiner Vorliebe für angelsächsische Ironie die Zügel schießen läßt.

Lexikon des internationalen Films: Formal ungemein sorgfältig und technisch perfekt inszeniert, mit einigen makabren Details.


SzenenfotoBemerkungen

Der sarkastische Horrorschocker "Frenzy" war für den mittlerweile 73-jährigen Alfred Hitchcock ein Comeback in zweierlei Sicht. Nach zwanzig Jahren drehte der in Hollywood zu Ruhm und Ehren gelangte britische Regisseur zum ersten Mal wieder in seiner Heimat England, und im Kino wurde dieses von der Kritik gefeierte Spätwerk zum grössten Publikumserfolg seit Psycho.

"Frenzy", (zu deutsch Wahnsinn, Raserei) wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. In der Tat erweist sich Hitchcock auch hier wieder als Meister der Spannung, obwohl er das gängigste Spannungsprinzip, das kriminalistische Ratespiel um den Täter, souverän unterläuft. Schon früh kennt der Zuschauer den Mörder. Stattdessen spielt der Gruselmeister furios und unverkennbar ironisch mit den Erwartungen des Publikums. Mit raffinierten Einstellungen und Kamerabewegungen und makabren Details erzielt er bis zum Schluss eine immense Spannung.

Bewusst hat Hitchcock darauf verzichtet, mit Stars zusammenzuarbeiten. Nicht verzichtet hat er auf sein Markenzeichen, einen Cameo-Auftritt vor der Kamera. Er treibt selbst als Wasserleiche auf der Themse. Nicht ganz! Was da treibt, ist eine Attrappe, bestückt mit einem Wachskopf, der die Züge des Meisters trägt, dem der Fluss "zu nass und zu dreckig" war.

Gedreht wurde in den Pinewood-Studios in der Nähe von London. Die Außenaufnahmen fanden in London statt.

Dirk Jasper FilmLexikon
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