St. Pauli Nacht

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: St. Pauli Nacht
Genre: Melodram
Farbe, Deutschland, 1999

Kino Deutschland: 1999-09-02
Laufzeit Kino: Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista

Videocover
Filmplakat Video Deutschland: 2000-03-30
Laufzeit Video: 91 Minuten
Anbieter: Buena Vista


Szenenfoto Zwischen Mitternacht und Morgengrauen in St. Pauli: Episoden und Geschichten von Helden und Verlierern, schicksalhaft miteinander verknüpft.

Vor dem Hintergrund der legendären Hamburger Meile entsteht ein nächtlicher Streifzug, in dem Begierde, Rache, Liebe, Eifersucht, Tod und die Lust am Vergnügen und dem Leben hart und leidenschaftlich aufeinander prallen.


SzenenfotoDarsteller: Benno Fürmann (Johnny), Armin Rohde (Manfred), Oliver Stokowski (Der Friese), Florian Lukas (Sven), Valerie Niehaus (Dorit), Ill-Young Kim (Rasta Robby), Maruschka Detmers (Ulrike), Axel Milberg (Peter), Peter Sattmann (Wolfgang), Hannes Hellmann (Badekapp), Heiner Lauterbach (Gastauftritt aus Fahrgast)

Regie: Sönke Wortmann

Stab: • Produzenten: Kirsten Hager, Eric Moss für Sevenpictures • Drehbuch: Frank Göhre • Vorlage: - • Filmmusik: Peter Wolf • Kamera: Tom Fährmann • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Thomas Freudenthal • Schnitt: Hans Funck • Kostüme: Gabriele Binder • Make Up: Fe Ferber, Barbara Schlensag • Ton: Andreas Wölki • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Dirk Jasper (CyberKino) Ein spannungsreiches, farbiges Fresko einer Großstadtnacht, ein Film über Menschen und Schicksale - in einer Nacht wie jeder anderen.

TV Movie 1999-18: Luden, Knackis, Transen, Pitbulls und durchgeknallte Alkis: Wortmann bedient in seinem atmosphärischen Milieuporträt alle gängigen Klischees über das Leben auf dem Kiez. Aber das sind genau die, die so mancher Normalbürger sehen will, wenn er einen Blick in die faszinierend-grelle Halbwelt der Peep-Shows und Zuhälter-Schänken wirft. Die brillanten Darsteller (allen voran Manfred Rohde und Heiner Lauterbach, der einen beeindruckenden Auftritt hat), die Originalschauplätze und die episodenhafte Erzählform machen den Film zu einem aufregenen Trip durch eine Kiez-Sommernacht, die es in sich hat.

Szenenfotofilm-dienst 1999-18: Dabei lässt sich der Film kaum auf impressionistische oder naturalistische Töne ein, sondern beharrt auf der erzählerischen Konstruktion, der melodramatischen Fügung, dem Klischee. Das möglicherweise angestrebte Gesellschaftsbild mündet in rein private Geschichten. Hinzu kommt der fast völlige Verzicht aufs Deftige und Ordinäre, auf die Abgründe des Jargons und des Milieus. Trotz schlimmstmöglicher Wendung einzelner Episoden wirkt der Film seltsam weichgezeichnet und bieder und erscheint kleinbürgerlicher, als er es nötig gehabt hätte.

TV Today 1999-18: Regisseur Sönke Wortmann hat ein überzeugendes Ensemble zusammengestellt, u. a. Armin Rohde, Benno Fürmann, Peter Sattmann. Nach den seichten Komödien endlich wieder ein guter Wortmann.

Kultur Spiegel 1999-09: Die "sündigste Meile der Welt" ist ein arg stapaziertes Filmthema, und auch Sönke Wortmann zeigt Transen, Zuhälter und Gestrandete. Kein ganz großer Wurf, aber der beste Wortmann seit "Kleine Haie".

Cinema 1999-09: Mit seinem Röntgenblick auf den Hamburger Kiez entdeckt Sönke Wortmann kleine Helden und große Verlierer.

TV Spielfilm 1999-18: Schicksal, Sex and Crime in einer Nacht. Vielschichtiges Kiez-Kaleidoskop mit schrägen Typen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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