Die Puppe, in der einst die Seele des psychopathischen Serienmörders Chucky steckte, ist verwaist. Ein völlig harmloses Stück Plastik. Das denkt zumindest jener Cop, der ein erquickliches Sümmchen dafür geboten bekommt, sie aus der Asservatenkammer des Reviers zu stehlen. Er übergibt sie Tiffany, Chuckys einstiger Lebensgefährtin.
Mit Hochzeitsabsichten im Kopf und einem Voodoo-Spruch auf der Zunge beschwört Tiffany in einer dunklen, stürmischen Nacht den teuflischen Geist ihres Ex-Lovers zurück. Und tatsächlich: Chucky kehrt in das Reich der Lebenden zurück. Als Tiffany nicht aufhört, Chucky mit ihren Heiratsplänen zu nerven, verbannt er ihre Seele kurzerhand ebenfalls in eine Puppe.
Doch nun stecken die beiden in einem Dilemma: In einem Grab in New Jersey liegt ein okkultes Amulett, das Tiffany und Chucky wieder in Menschen verwandeln kann. Doch wie sollen zwei Puppen unbemerkt durchs Land reisen. Tiffany hat schließlich die rettende Idee: Sie bietet dem Nachbarjungen Jesse telefonisch 500 Dollar an, wenn er die beiden Puppen, die bei ihr auf dem Sofa liegen, nach New Jersey fährt.
Für Jesse, der gerade beschlossen hat, mit seiner noch minderjährigen Freundin Jade durchzubrennen, ist das eine willkommene Finanzspritze. Also steuern Jesse und Jade ihren Kleinbus auf den Highway - nicht ahnend, dass die beiden Puppen auf dem Rücksitz zwei gemeingefährliche, psychopathisch angehauchte Kreaturen sind, die über Leichen gehen. Ein bizarrer Höllentrip beginnt ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Hongkong-Action-Regisseur Ronny Yu ("Warriors Of Virtue") inszenierte mit "Chucky und seine Braut" den vierten Teil mit der legendären Grusel-Puppe. Entstanden ist eine verrückte, temporeiche Horror-Komödie, die mit dem Genre kokettiert und ihren Witz aus den kuriosen und bizarren Dialogen zwischen Chucky und seiner durchtriebenen Freundin Tiffany bezieht.
film-dienst 1999-18: Schwarzhumoriger Horrorfilm um die aus der dreiteiligen "Chucky"-Kinoserie der späten 80er-Jahre bekannte Figur, der in zahlreichen Zitaten und Anspielungen mit den Stereotypen des Genres spielt, letztlich aber allzu spekulativ auf die übliche Abfolge blutiger Schockeffekte setzt.
Kultur Spiegel 1999-09: Hongkong-Regisseur Ronny Yu inszenierte eine beschwingte Farce zwischen "Bonny & Clyde", Augsburger Pupenkiste und "Texas Chainsaw Massacre". Mit lustigen Splatter-Effekten, kopulierenden Puppen und der famosen Erzkomödiantin Jennifer Tilly.
Cinema 1999-09: Teil 4 der Schocker-Serie um die Killerpuppe, in der die Seele eines Psychopathen sitzt. Titelgemäß lautet das Credo: "Willst du mit mir morden, bis dass der Tod uns scheidet?"