Mengele. Der Name steht für unvorstellbare
Grausamkeiten. Für den jungen Anwalt Peter Rohm ist der
"Todesengel von Auschwitz" zur Obsession geworden. Der erfolgreiche
Jurist recherchiert seit Jahren zu einem Buch über den
KZ-Arzt. Doch er hat bisher keine Zeile geschrieben. Er findet
keine Antwort auf die zentrale Frage: Warum? Warum verstümmelt
ein Mensch kleine Kinder? Warum schickt er ohne eine
Gefühlsregung Hundertausende in die Gaskammern?
"Fragen Sie", sagt der alte Mann. Verschleppt von einem dubiosen Nazi-Verleger sitzt Rohm in Argentinien Josef Mengele gegenüber. Am Ende seines Lebens will sich der Alte der deutschen Justiz stellen. Er will seine Geschichte erzählen, Peter Rohm soll sein Verteidiger sein. Rohm ist entsetzt. Er ringt mit sich. Schließlich willigt er ein.
Mengele bestreitet sie nicht. Aber er will nur getötet haben, um seinen Opfern langes Leiden im Lager zu ersparen. Als Sterbehilfe. Peter Rohm gelingt der Beweis, dass Mengeles Haltung in der Medizin der 20er und 30er Jahre durchaus üblich war. Josef Mengele, der abscheulichste Verbrecher des Holocaust, steht kurz vor dem Freispruch. Peter Rohm steht vor der
existenziellen Entscheidung: "Bin ich ein guter Anwalt, bin ich ein
schlechter Mensch." Er mußs die Wahl treffen zwischen seiner
professionellen Pflicht und seiner Menschlichkeit. Darsteller: Kai Wiesinger (Peter Rohm),
Götz George
(Josef Mengele), Karoline Eichhorn (Rebekka Rohm), Doris Schade
(Hilde Rohm), Peter Roggisch (Heribert Vogt), Bastian Trost (Felix
Hillmann), Stephan Schwartz (Daniel Ginsberg), Peter Rührig
(Dr. Füglein), Heinz Trixner (Müller), Michaela Rosen
(Gunda Friedrichs), Jockel Tschiersch (Kommissar Wichmann), Detlef
Bothe (Siebert)
Regie: Roland Suso Richter Stab: • Produzenten:
Werner König • Drehbuch: Johannes W. Betz •
Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Martin
Langer • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Bettina
Schmidt, Michael Pfalzer • Schnitt: Peter Adam •
Kostüme: Silke Sommer • Make Up: Sabine Schumann,
Germaine Mouth • Ton: - • Toneffektschnitt: - •
Stunts: - • Filmkritiken
film-dienst 1999-19: Ein eindringlich gespielter Polit-Thriller, der die fiktve Geschichte geschickt mit realen gesellschaftlichen Zuständen verbindet, wobei er provokativ die Frage nach der Wahrheit stellt, den Zuschauer aber nicht mit eindeutigen Antworten entlässt. Die formal wie inhaltlich kongeniale Gestaltung zeugt von einem außergewöhnlich hohen Standard. TV Today 1999-20: Götz George verleiht der Figur des Mengele dämonische Präsenz, Kai Wiesinger kehrt auch unsympathische Züge des verführten Anwalts heraus. Regisseur Roland Suso Richter (14 Tage lebenslänglich) inszenierte den Film nach dem Muster eines Hollywood-Gerichtsthrillers.
Cinema 1999-09: Ein alter Mann gibt sich als KZ-Arzt Josef Mengele zu erkennen, stellt sich der Justiz und stürzt einen jungen Anwalt in eine Identitätskrise. Großartiges Polit-Kino mit einem schrecklich guten Götz George. TV Spielfilm 1999-20: Na
bitte, es geht doch: zwei Stunden Diskussionsstoff und Hochspannung
in einem Film. Bemerkungen
Götz George ist neben
seiner Hauptrolle auch der Koproduzent dieses Films.
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Mengele. Der Name steht für unvorstellbare
Grausamkeiten. Für den jungen Anwalt Peter Rohm ist der
"Todesengel von Auschwitz" zur Obsession geworden. Der erfolgreiche
Jurist recherchiert seit Jahren zu einem Buch über den
KZ-Arzt. Doch er hat bisher keine Zeile geschrieben. Er findet
keine Antwort auf die zentrale Frage: Warum? Warum verstümmelt
ein Mensch kleine Kinder? Warum schickt er ohne eine
Gefühlsregung Hundertausende in die Gaskammern?
Für die deutsche Justiz beginnt ein Alptraum. Vor den Augen
der Weltöffentlichkeit werden vor Gericht Taten verhandelt,
deren Grausamkeit jenseits der menschlichen Vorstellungskraft
liegt.
Darsteller:
Filmkritiken
TV Movie 1999-20: Mensch oder Monster? Roland Suso Richter
(
Bemerkungen